„Unterm blauen Himmel“

 

Ich schlag meine Hände im Nacken zusammen und werfe mich zurück,

zwischen Gräsern, Klee und Pusteblumen, verlier ich mich ein Stück.

Zwischen weißen Wölkchen badet die Sonne, die warm und sommerlich brennt,

wie ein Tagtraum fliegt mein Blick hinauf zum stahlblauen Firmament.

Ein milder Wind umsäuselt mich und hält mich an zu lauschen,

ein salzig Hauch liegt in der Luft, das Meer beginnt zu rauschen.

So spür ich das Prickeln und fühle das Kitzeln türkis umspülter Waden,

seh flinke Flundern und schwerelos Quallen in lauen Wogen baden.

Grab tief die Zehen in den weichen Sand, mein Blick schweift in die Ferne,

zwischen den Wellen ein Sonnentanz, wie tausend weiße Sterne.

Das Rauschen und der Ruf der Möwen lullen mich wohlwollend ein,

und ich lass mich auf meiner Sandbank fallen und schlafe selig ein.

Ein blaues Bild erfüllt mich nun, ein warmer Tag am Meer,

nichts dämmt und trübt die Klarheit ein, nichts macht das Leben schwer.

Sollt dieser Tagtraum mir je entrinnen, wie Sand durch meine Hand,

ich wieder auf meiner Wiese liegen und nimmer am cremefarbnen Strand.

Dann mal ich mir diesen Tag am Meer hoch oben ins Himmelblau,

denn voller Sonne soll mein Himmel sein und niemals wieder grau.

Thomas Kleinstück, 26.05.2014

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