„Reisende“

Frei von Pflichten, frei von Hast, trägt uns warmes Licht,

unverstellt sind unsere Wege, ungetrübt die Sicht.

 

Neugier treibt das Rad der Zeit, nehmt ab die Augenbinden,

denn reisende sind wir im Herz, wollen suchen und etwas finden.

 

Folgen strebsam goldener Wege, den Blick nach vorn und nicht zurück,

wolln auf eigenen Beinen stehen, wolln entfliehen dem Kinderglück.

 

Baun aus Federn, Lehm und Zweigen, unserm Herz ein sichres Nest,

suchen Liebe zu empfangen und wen der sich lieben lässt.

 

Sehn uns nach Beständigkeit, zu Wasser und zu Land,

ein Herz das mit uns reisen möcht, zwei reisende Hand in Hand.

 

Doch wir lassen soviel liegen, Streben stets nach neuem Glück,

heute schwimmen und morgen fliegen, immer wieder fehlt ein Stück.

 

Man sagt, die Zeit heilt alle Wunden, bringt uns Freud und lindert Schmerz,

wenn wir auch längst das Glück schon fanden, ein Reisender bleibt unser Herz…

 

Thomas Kleinstück, 18.02.2014

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