Malerischer Malerweg! Ist Moos am Sandstein, wirds ein Schwedenloch sein…

Ich habe dieser woche noch ein I Tüpfelchen verpasst in dem ich mir das letzte bisschen Kraft aus den Lenden gedrückt habe. Wir krönten den Sonntag mit einer Wanderung in der sächsischen Schweiz. Ein absolutes muss für alle Naturliebhaber… nicht zu verwechseln mit Naturisten… und das Wetter lockte nach draussen. So fuhren wir mal wieder diverse Irrwege, Serpentienen, schmale Kurven, durch dunkle Wälder und Wege in mitten saftiger Wiesen. die Landschaften waren eindrucksvoll, liebevoll einladend und herlich idyllisch. Frodo Beutlin lässt grüßen. Unser weg führte uns nach Rathen, wo wir unser Auto abstellten und uns in Richtung Elbe bewegten, um diese mit einer neckischen kleinen Bootsfahrt zu überqueren. Die Technick war eindrucksvoll denn sie hing an einem Seil und bediente sich nur der Strömungen, welche der Fluss von Natur aus mitbrachte. Sie benötigte keine Energie, geschweige denn Treibstoff. Der Kurort mit seinen unzähligen Ferienunterkünften, Kneipen und Souvenirgeschäften ist eine Augenweide schlecht hin und von hier aus kann man sich auf unzähligen Wanderwegen austoben und dünn laufen. Wir entschieden uns die Bastei zu erklimmen und uns den unendlichen Treppenstufen in Wanderwegmanier… das heist nicht unbedingt fest angelegte Treppen, aber definierbare Wege… zu stellen. Die Einen steckten das besser weg, die Anderen wieder weniger, aber das Glücksgefühl als wir oben an kamen war ein um so grösseres. Der Weg entschädigte zwischendurch mit fantastischen Aussichten, bei denen man die nächsten Ausflugsziele schon einmal ins Auge fassen konnte. Lilienstein und Königsstein waren hier wohl die Favoriten des Elbsandsteingebirges. Als wir die alte Burg besichtigt haben… beziehungsweise das was daran erinnert, denn etwas Fantasie gehört dazu… und uns in Richtung Bastei Hotel vorschlugen, wurden wir mit netter aber etwas zu lauter Livemusik begrüsst und empfangen. Eine Art Tanztee, also nichts für uns junge. Wir aßen und tranken etwas, denn das hatten wir uns verdient und erkundigten uns nach einem Abstieg der nicht dem Aufstieg ähnlich war und wir entschlossen uns dazu die Schwedenlöcher zu erkunden… ein Narr wer hier wieder sündiges denkt. Knapp 700 Stufen führten in die Tiefe und wer gerne mal wandert wird wissen das der Abstieg oft anstrengender ist als das heraufkommen, da das Bergab unglaublich staucht. Aber die Landschaft und das unberührte und urwaldliche in der Schlucht der Schwedenlöcher übte eine ungeheuerliche Faszination auf mich aus. Diese fand auch keinen Abbruch, als unsere weibliche Begleiterin die moosbedeckten Sandsteinwände berührte und lauthals, schreiend verkündete das sie feucht wäre. Welcher Mann wünscht sich wohl nicht derartiges von einer Frau zu hören. Wollt ihr es wissen? Ich! Wir einigten uns aber darauf das wir das Moos und nicht das Möschen meinten und gingen unversauter Gedanken unserer Wege. Dieser endete nämlich im Amselgrund am Amselsee und wie ich befürchtete brachte der Abstieg das zittern in meinen Beinen mit sich, wie ich es schon oft erlebt habe. Aber ich war guter Dinge und voller Sauerstoff und fühlte mich sauwohl dort in der Natur und so machten wir uns weiter auf den Rückweg. Ein Teich zum Gondeln und eine Forellenzucht schmückten unseren menschenleeren Weg und wir genossen noch etwas die Ruhe bevor wir mit dem niedlichen kleinen Schiffchen wieder übersetzten und uns leicht fröstelnd ins Auto begaben. Es war nämlich schon Zwanzig Uhr und die Dämmerung reifte langsam zur Nacht heran. Die Heimfahrt war katastrophenfrei und ich würde sie als die beste Fahrtleistung meinerseits in dieser Woche betiteln. Ich glaube schöner hätte man die Woche nicht ausklingen lassen können und jetzt bei einem Glas Rotwein, denke ich zurück an den Ring, die Rosen, Den Wald und das Rotkäppchen, die Saunalandschaft und das Solebad und das gute Gefühl mit einer Wanderung in der wohl schönsten Naturkulisse welche meine Heimat zu bieten hat einen würdigen Punkt zu setzen. Ich werde wunderbar schlafen und ich danke jedem, der an dieser Woche beteiligt war, von ganzem Herzen! Danke!

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