„Irgendwann“

Wie sie Atmen und sich regen, noch vom Winter ganz erfroren,

fliehn erregt aus dunklen Erkern, wach geküsst und neugeboren.

 

Jagen emsig sportlich Ziele, denn die Maienzeit naht bald

und beklagen was verrostet, aufgeweckt ist jung und alt.

 

Schweben sehnsüchtig gen Himmel, blinzeln aufgeregt ins Licht,

sind vor Kälte noch benommen, ganz verschwomm noch ihre Sicht.

 

Zarte Wolken ziehen droben, müde Kissen warm und weich,

tragen fort das Eis des Winters, Sonne tränkt das Erdenreich.

 

Weckt und kitzelt sanft die Blüten, stupst so manche Knospe an,

tief im Herzen regt sich Sehnsucht, ein Geschenk für Jedermann.

 

Lauschen voller gier den Noten, dieser ersten Leichtigkeit,

Vogelsingen und Liebesschwüre sind der Klang der Frühlingszeit.

 

Dennoch ist`s frisch, mild trügt der Schein, fern sind die warmen Tage,

noch kann es heut und morgen schneien, doch Frühling wird`s… ohne Frage!

 

Ach, wie lieb ich diese Zeit! Blühend, frisch und unverbraucht

und sie bettet ruhig die Sehnsucht, irgendwann, verlieb ich mich auch.

 

Thomas Kleinstück, 16.03.2017

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