Herz und Verstand sind kein festes Land!

Schwarz… steigt der Rauch in den erwartungsschwangeren Himmel über der sixtinischen Kapelle und weiß scheint es unaufhörlich auf uns herab zu rieseln.

Es gibt Fragen und Entscheidungen deren Antworten sich nicht in Hochgeschwindigkeit bestellen lassen, wie ein Big Mac am MacDrive. Viel mehr formen sie sich durch die verschiedenen Ingredienzien… hinzu gegeben durch die Weisheit unterschiedlicher Fingerspitzen… sachte köchelnd über einer sensiblen Flamme aus Zeit… wie bei einem Konklave.

Andere dämpfen über der Flamme der Willkür vor sich hin, mal mehr und mal weniger stark und die Zeit spielt hierbei ebenso wenig eine Rolle wie die Auswahl der Zutaten. Denn Zeit wird gnadenlos durcheinander gebracht und die Zutaten sind grundsätzlich immer die Gleichen. Unser Verstand steckt es weg und das Herz wird gar nicht gefragt.

Vollendete Tatsachen werden uns zum Fraß vorgeworfen… unnahbar und kalt… wie der gegenwärtige Winter. Der sich über die erblühenden Krokusse auf der Hauptstraße hinweg und bis weit in den März hinein geschlichen hat. Und wir… nehmen es hin.

Und dann gibt es noch jene Antworten, deren erlesene Zutaten zunächst in die Waagschalen des Verstandes geworfen werden, trotz dessen aber über dem Feuer der Willkür garen sollen und zu guter letzt doch im Herzen entschieden werden.

Was aber einem Paradoxon gleich kommt… da wir hierbei penibelst auf die Art und Menge der in die Waagschale gelegten Ingredienzien achten, um ein Ergebnis zu erhalten welches unfehlbar ist… wir aber immer und immer wieder den gleichen wundervollen Fehler machen.

Anstelle das Potpourri der Standpunkte auf den klaren Anhöhen des Verstandes zu lassen, schicken wir es in die nebligen Senken des Herzens hinab und wundern uns, wie man vor Liebe blind sein kann.

Denn genau wie der angehende Papst Franziskus I in der sixtinischen Kapelle, oder die violetten Krokusse versteckt im Schnee unter den Platanen sind auch in Steve seinem Fall die Antworten da, wenn er sie sehen will.

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