Es war mal wieder soweit…

… ich weiß nicht ob es der Kaffee zum späten Nachmittag war… normaler Weise richtet er nicht besonders viel bei mir an, denn dafür trinke ich wohl zu viel davon… aber gestern konnte und wollte ich nicht einschlafen…

… keine Angst, es folgt keine Abhandlung über jene Dinge welche ich des Nächtens zu beobachten vermag und all das skurrile Treiben, welches die Dunkelheit verschleiert und gegebenen Falls offenbart… doch lasst euch sagen, ich bin überzeugt… nein… ich weiß es, dass es einen Grund gab weshalb ich bis weit nach Mitternacht kein Auge zutat und weswegen ich lange vor Sonnenaufgang die heiligen Tempel meiner Traumwelten wieder verließ…

… gestern Morgen verließ ich überaus skeptisch das Haus, denn die ersten zwei Tage nach Antritt meines alten/neuen Abschnittes verbrachte ich auf merkwürdig wackeligen Beinen und Unsicherheit begleitete mich durch den Sonntag hindurch… ich versuchte es bereits in Worte zu fassen, wie es sich anfühlte… doch das ist Vergangenheit…

… denn nach ein paar zaghaften Schritten und Handgriffen ereilte mich das Gefühl wieder angekommen zu sein… ich suhlte mich in meinem Element… ich war ein Fisch im Wasser, ein Murmeltier im Geröllfeld, ein Skorpion in der Wüste, ein Käuzchen in der Nacht, ein Vogel in der Luft, ein Nektar schlürfendes Pfauenauge an einer riesigen roten Hibiskusblüte… kurzum ich war alles und all mein Schaffen und alles was ich ausstrahlte war wie der Gesang einer Nachtigall zur Geisterstunde… ich fühlte mich wohl… was also trieb mir die Schlaflosigkeit in den Körper?

Visualisierung!… habt ihr das je schon einmal gespürt?

Im Grunde genommen dachte ich an gar nichts, als ich gestern Abend nach hause kam… warum auch?… ich war zufrieden…

… doch es gab in den vergangenen Wochen und Monaten Punkte, da verfiel ich in eine Art Trance… vielmehr eine kurze Abwesenheit… ein Gedanke überkam mich und verabschiedete sich so gleich… wie ein vorbeifahrendes, hupendes Auto… wie der kurze angenehme Duft nach Schwefel, wenn man ein Streichholz entzündet und es wieder erlischt… wie das erlösende Prasseln von dicken, schweren Regentropfen, wenn sie auf ausgetrocknete Muttererde treffen  und es einen Moment lang dauert, bis die oberste Schicht durchnässt ist und sich die Monotonität eines langanhaltenden Schauers einstellt…

… doch gestern war es anders…

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