… Einfluss steht unserer Philosophie im Weg…

… ja wir schließen hinter uns die Tür und wir drehen uns nicht um. Denn wenn wir es täten… so würden wir feststellen, dass sie verschwunden ist und es nun… kein entrinnen mehr gibt!

Wir befinden uns in einem Raum… einem kalten weißen Raum… ohne Tür… ohne Fenster… nur vier Wände um uns herum und über und unter uns… je eine…

… es ist wichtig dass wir einen Boden unter den Füßen haben, denn in ein bodenloses Loch möchten wir nicht fallen und sicherlich… ließen wir es zu, denn eine Wahl haben wir immer!… so wären wir gänzlichst verloren…

… Stille und Einsamkeit lassen wir auf uns wirken… zwei Komponenten, die mir wohl die wichtigsten erscheinen… wenn denn die Philosophie, am Ende unserer Reise in die Abgründe unserer Gedanken, unsere höchst eigene sein soll…

… freilich… wir könnten ein weniger schweres Los ziehen und wenn wir denn geeigneter Bekanntschaften mächtig sind… so nehme man sich einen Freund… einen Bekannten… einen Begleiter… Vertrauensperson… einen Seelenverwandten… und verabrede sich zu lauen, sternenklaren Sommernächten unter einer der Pagoden in der Oase der Stadt… auf einer der Holzbänke, welche aufgestellt wurden, damit Mütter ihren Kindern beim Spielen auf den von Pappeln gesäumten Spielplätzen zugucken können, in einem der zahlreichen Hinterhöfe in den Vierteln… man mache sich gemeinsam auf den Weg ins nahe Gebirge und genieße die Vertrauensvolle Atmosphäre  in einem der Bäder und Thermen… oder man setze sich gemeinsam in der sommerlichen Hitze auf den Balkon einer dresdner Singelwohnung und verbringt dort Stunde um Stunde mit dem Austauschen von Erfahrungen… man Philosophiert…

… meist in Begleitung einer guten Flasche Wein… denn ja, man muss Wein nicht zwangsläufig aus dem Tetrapack trinken, es geht auch Flaschenweise… ist diese Art des philosophierens… was auch umgangssprachlich „über Gott und die Welt plaudern“ genannt wird… eine sehr sichere und hilfreiche, da man immer die Möglichkeit hat sich gegenseitig zu stützen und das Gespräch und die Gedanken, durch den Einfluss anderer, stets vorangetrieben werden und nie in ein und die selbe Richtung streben… man lenkt sich gegenseitig und man wird sich nie in der Einsamkeit einer Wüste verlieren, in der man nur seine eigenen Spuren im Sand sieht…

… in gewisser Weise wird man beeinflusst… doch Einfluss ist nicht immer gut… nicht gut und hilfreich, denn wir wollten ja etwas eigenes.

Obgleich jene Stunden immer den hellsten Glockenklang in meinem Gedankengut tragen werden, so muss ich zugeben… bin ich in jener Hinsicht etwas eingerostet… ja… schon lang habe ich solch endlos scheinende Gespräche nicht mehr geführt und schon lang bin ich nicht mehr in einem Meer aus Tränen ertrunken… wenn auch es mir bestimmt einmal wieder gut täte, einem solchen Ritual beizuwohnen und es gewiss wieder einmal an der Zeit wäre einfach mal nur zu weinen… immerfort den salzigen Ozean in mir überlaufen zu lassen und Stück für Stück zu spüren wie der Druck auf Herz… Kopf… und Seele… immer mehr nachlässt… bis es endlich versiegt…

… doch dass dem nicht so ist… hat einen Grund…

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