Disneys – Die Schöne und das Biest

Ach ja! Tale as old as Time….

Ich weis noch wie ich vor fünfundzwanzig Jahren zu Weihnachten das Buch „Die Schöne und das Biest“ unter dem Weihnachtsbaum fand. Und wie ich mich Hals über Kopf in die Geschichte um die schöne Belle und das verzauberte Schloss verliebte.

OK, ich als hoffnungsloser Disneyfanatiker bin von nahezu allem aus dem Kinderträume-wahr-werden lassenden Hause verzaubert. Aber von allen mehr oder weniger klassischen Klassikern, welche die Trickfilmschmiede hervorgebracht hat, ist die Schöne und das Biest mein absoluter All-Time-Favourite!

Um so freudig erregter war ich natürlich, als erste Gerüchte einer Realverfilmung aufkamen und um so hippeliger war ich, als der Film gestern in die deutschen Kinos Einzug hielt. Schon seit einer Woche trug ich mein Ticket mit mir herum. Und gestern durfte der kleine Junge unter dem Weihnachtsbaum endlich auspacken!

Da ich den Trickfilm und das Musical schon kannte und liebte, konnte es der Film im Grunde genommen gar nicht versauen. Und so kam ich, der süchtig nach der Musik und all den skurrilen Charakteren ist, zu hundert Prozent auf meine Kosten. Disney tat das, was es am besten konnte. Es verzauberte mit viel Liebe und Magie.

Zur Story brauch ich wohl nicht viel erzählen. Denn die Liebesgeschichte um die schöne Belle und den verwunschenen Prinz dürfte mittlerweile jedem bekannt sein. Ich selber bin mit der Erwartung ins Kino gegangen die Musicalfassung des Disneyklassikers auf der großen Leinwand zu sehen und so in etwa, solltet ihr es euch dann auch vorstellen.

Musikalisch dürft ihr euch auf die altbekannten Lieblingslieder und ein paar völlig neu komponierte Stücke freuen. Wobei die Texte teilweise eins zu eins übernommen wurden, was zum mitsingen animiert. Jedoch wurden sie musikalisch neu arrangiert und langatmiger interpretiert, was nicht schlecht ist, aber ungewohnt, wenn man das Disneyoriginal so sehr verinnerlicht hat wie ich.

Und wo wir schon einmal beim Original sind, dürfte das der größte Unterschied zum Zeichentrickfilm sein. Der Film hängt sich mehr an die eigentliche Erzählung von die Schöne und das Biest. Die es ja nicht erst seit 1991 gibt. So wird kurz das Leben im Schloss, bevor der Fluch ausgesprochen wurde, thematisiert und auch die Rose im Garten des Schlosses, für welche die Schöne erst in Gefangenschaft geriet, wurde in der Geschichte zurecht verflochten. Ähnlich wie es schon bei Cinderella gemacht wurde, hat Disney die Geschichte um ein paar Sidesteps bereichert, um ein emotionaleres Geflecht um die Charaktere zu knüpfen und ihre Werdegänge und Hintergründe nachvolziehbarer zu gestalten. Was auch sehr gut gelungen ist! So wirkt Gaston ein bisschen fieser und Maurice weniger zerstreut und verwirrt als er im Zeichetrickfilm dargestellt wurde.

Den größten Aha-Effekt löste jedoch bei mir das Biest aus. Als die ersten Bilder veröffentlicht wurden, wie denn das Biest im Film aussehen würde, reagierten die meisten Fans skeptisch… auch ich. Aber die Darstellung und Animation im Film ist schlicht sensationell! Das richtige Verhältnis aus biestig und liebenswert und einer Mimik und Gestik dass man es einfach lieben muss!

Was Animationen und Spezialeffekts angeht zieht die Schöne und das Biest, mit seinen liebevoll gestalteten und dank moderner Computertechnik ins Leben gerufenen Charakteren, alle Register. Wobei die schauspielerische Leistung der Protagonisten aus Fleisch und Blut immer etwas fad… irgendwie gestellt daher kommt. Hier erinnert das ganze dann schon sehr an ein Bühnenstück, als weniger an einen Kinofilm. Ich bin aber auch fest davon überzeugt, dass der Film als Originalfassung, sprich in Englisch, sein volles emotionales und künstlerisches Potenzial auf die Leinwand zaubert. Die Synchronisation ist stellenweise gewöhnungsbedürftig und durch die vielen showstehlenden Computereffekte wirken die menschlichen Protagonisten hin und wieder etwas deplatziert. Ein Defizit welches sie in der englischen Fassung durch ihre gesanglichen Leistungen bequem wett machen können. Wer also der englischen Sprache mächtig ist, dem sei die Originalfassung ans Herz gelegt.

An dieser Stelle sei noch gesagt: dass es rein optisch gesehen keine bessere Besetzung als Emma Watson für die Rolle der Belle gegeben hätte…!

Im Fazit bleibt über die Schöne und das Biest 2017 zu sagen, was ich oben schon erwähnte. Disney hat das Musical mit viel Liebe und Tricktechnick auf die große Leinwand gebracht. Fans des beliebten Disneyklassikers werden es genauso lieben, wie all jene unter uns die Märchen über alles lieben und Pippi in den Augen und Gänsehautmomente gehören auch bei diesem abendfüllenden Disneyfilm zur Grundsubstanz!

Ach ja… Märchen schreibt die Zeit – Doch dieses Märchen ist zeitlos;)

 

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