Auf der Suche nach einer Philosophie…

… so wären wir schon mal ein gutes Stück voran gekommen… auf unserer Suche nach einer Philosophie…

… wir haben uns genügend Wunden zugefügt und Momente der Vergangenheit aufleben lassen… Situationen von denen wir wissen, dass sie nie wieder zurückkommen würden… ganz gleich ob wir sie uns zurück wünschen oder wir dankbar sind, dass sie nicht in das Bild unserer Zukunft gemalt wurden und nun… unweigerlich auf uns zu gerannt kommen…

… wir liegen einfach nur da… gedankenversunken… ein starrer Blick verleiht unserem Gesicht einen einfältigen, aber melancholischen Ausdruck… unsere Hände wissen nichts mit sich anzufangen und unsere Finger beginnen sich aneinander zu reiben… fast schon als wollen sie sich verknoten… wir beginnen mit den Nagelspitzen Geräusche zu verursachen, als würden wir die Glieder unserer Finger knacken lassen… fassen uns an den Mund und kneifen uns in die Unterlippe… ein leichtes frösteln ergreift unseren Körper… wir zittern… wir sind entblößt…

… und suhlen uns auf einmal in all den Pollen und all dem Schleim… welcher unser Leben verkleistert… wir bluten und sind immer noch nackt… vor uns selbst…

… nun liegt es an uns!

Ob wir uns mit den tausend Sonnen unserer Vergangenheit vereinigen und uns ein schönes Plätzchen an einem ihrer Strände suchen… dem hypnotisierenden rauschen der kleinen Wellen eines azurblauen Meeres lauschen und unsere Hände und Füße in herrlich warmen, ockerfarbenen, weichen Sand vergraben…

… oder…

… ob wir uns in den kahlen, steinernen Hallen unseres Schreins der Verluste und Fehltritte verirren… durch knietiefes Brackwasser waten, welches durch Tropfen unserer blutenden Seele genährt wird… den modrigen Odem unserer Dummheit und Naivität so tief einatmen, dass er jede Pore unseres Körpers vergiftet… verpestet… wir wollen schreien und ersuchen nach anderen Stimmen, doch alles was uns entgegen schmettert ist der düstere klang unseres einsam verhallenden Echos… und wir stellen fest, dass wir nach außen hin ebenso blass und grau erscheinen… wie die Mauern… welche die emotionalen Müllhaufen unseres bisher gelebten Lebens beherbergen…

… nun…

… sollten wir uns für die Kleopatrastrände unseres Seins entscheiden, so haben wir die passende Philosophie für unseren Werdegang schon gefunden und können uns glücklich schätzen zu wissen, wie wir die goldenen Momente in unseren Taschen nutzen und verwenden können… um jeden Tag mit einem Lächeln zu begrüßen und neue Farben zu erwerben… welche ihrer Seits die kommenden Tage bunter und damit erträglicher für uns gestalten…

… doch wie wir uns erinnern… befinden wir uns auf der Suche nach jenen Pfaden, welche Geist und Seele besänftigen und beschwingt und wohlgesonnen dahingleiten lassen…

… somit kommt an erster Stelle genanntes überhaupt nicht in Frage und wir betreten blindlings den versumpften Schrein… und…

… schließen hinter uns die Pforte…

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