Wer lesen kann ist klar im Vorteil.
Heut ist ein guter Tag zum schreiben! Die Wolken, welche sich zum gestrigen Abend in Form eines Sommersturmes über unseren Köpfen zusammen rührten, scheinen sich manifestiert zu haben und sind fest davon überzeugt der Sonne heute den Hahn ab zu drehen und mich durch den Tag zu begleiten, wie morsches Blattwerk, welches sich nach einem ausgiebigen Regenguss an meine Flip Flops heftet. Dabei war gestern doch nur ein ganz normaler Tag für mich. Ein Tag wie es ihn in den letzten Monaten nur zu häufig gab und wie er in das kleine Leben des Thomas Kleinstück nur all zu gut hinein passt… der ganz normale Alltag eben!
Er fing gemächlich an und hielt im großen und ganzen nichts spektakuläres parat. Das Telefon schwieg, die Wohnung war leer und auch sonst begegnete mir nichts, was mir hätte spanisch vorkommen sollen. Zum späten Nachmittag brach ich dann auf um ein paar Dinge einzuholen. Ich brauchte Zucker für den Kaffee, Tetrapackrotwein für den Kopf und Smoothies für die Seele!
Beim durchforsten der Regale fiel noch etwas anderes in meinen Karton, was sich durchaus gut für die Seele eignete und mit den restlichen Utensilien nach einem ganz gemütlichen DVD Abend aussah. Schnell noch einen Abstecher in den Zeitschriftenladen gemacht und etwas Lektüre im XXL Format gekauft… in der Tat hatte das Objekt meiner Begierde das Format von zwei aneinander liegenden DNA 4 Blättern und sorgte bei der Verkäuferin für Belustigung, da mich das Magazin quasi ansprang, ich es aber ums Verrecken nicht gesehen habe und mich dann auch noch erkundigte ob es meinen Favoriten gar nicht gäbe… und dann nichts wie Heim und in den Abend starten.
Zu hause angekommen, machte ich mir erst mal nen Kaffee, brachte den Rotwein auf Temperatur und die leicht verderblichen Obstsäfte in den Kühlschrank um mich dann den anderen Dingen zu widmen und mit erstaunen fest zu stellen, dass dort wo Leerbox draufsteht auch tatsächlich Leerbox drinnen ist… wie originell! Also packte ich mein Telefon noch fix ans Ladekabel, denn ich würde es eh nicht mehr brauchen und machte mich auf den Weg das Versäumte nach zu holen… quasi die DVD zu meiner Hülle. Dessen war aber nicht genug. Als ich die Rolltreppe hinunter kam und zum Kaufmarkt einbog, ereilte mich auch schon die zarte Stimme der Zeitschriftenverkäuferin, welche mich voller Ironie fragte was denn mit meiner Zeitschrift werden sollte. Ich war Fassungslos, obgleich mich die Gesamtsituation keinesfalls überraschte, denn derartige Sachen sind kein Einzelfall in meinem Leben und dafür bin ich nicht im geringsten undankbar.
Ich halte also fest, selbst wenn mein DVD Abend mangels DVD ins Wasser gefallen wäre, so hätte ich mir die Zeit nicht einmal mit meiner Lektüre vertreiben können, da ich diese trotz Übergröße im Laden liegen ließ… ergo, ich sollte mir dringend jemanden suchen der auf mich aufpasst, oder auf meine Einkäufe.
Abermals zu hause angekommen hatte ich in der vergangenen halben Stunde und nicht mehr und nicht weniger war es, einen Anruf in Abwesenheit, drei Nachrichten und eine Hihopsbotschaft auf meinem Telefon zu verzeichnen und ich entschied mich den Abend im Kino zu verbringen. Denn dort sind Handys eh fehl am Platz, der Film den ich sehen möchte wäre auf jeden Fall da und lesen muss man auch nicht können… nur hinsehen… hinhören… und den ohnehin schon ausgelaugten Kopf mit ordentlich Gummibärchen verkleistern… herrlich!