Warum Nächstenliebe?

Als ich neulich mit einem Naschpacket einem Freund ein kleine Freude bereitet habe… es hat ihm tatsächlich gefallen und es ist sogar angekommen… kam auch promt die Frage nach dem Warum. Ich wollte ihm den Arbeitstag versüßen, denn ich weiß dass er viel arbeitet und nur auf den Beinen ist, von einem Termin zum nächsten hetzt und dabei völlig aufgeht, aber auch völlig sich selber vergisst. Weshalb brauchen die großen Menschen immer eine Erklährung? Warum kann etwas schönes, was einem geschieht, nicht einfach mal hingenommen und genossen werden? Der Genuss ist doch nur von kurzer Dauer, wenn ich mir hinterher gleich die Rübe zerbreche, was der Grund für eine Wohltat war. Ja, der Verstand und gleichermaßen auch das Herz wollen befriedigt sein. Da geht es mir nicht anders. Die kleine Geste hat mich schließlich auch ein Stück weit befriedigt und Freude habe ich dabei unheimlich viel empfunden. So soll es auch sein. Wenn man jemanden etwas zukommen lässt, sei es eine Geste, ein Geschenk, ein lieber Gedanke oder einfach nur eine Portion Hüftgold, dann sollte man genauso hippelig und aufgeregt sein, als würde man selber etwas empfangen oder entgegengebracht bekommen. Ich würde also antworten dass es mir gut tat, weil es ihm gut tat. Es geschah gerne. Manchmal gibt es keine Begründung für etwas, was im Herzen keimt, in der Tat erblüht und der Seele eines anderen Früchte trägt!

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