“The Secret” von Rhonda Byrne

Ich erinnere mich noch an den Tag, an dem ich das Buch das erste mal in der Hand hielt und wie es meinen Blick magisch anzog und mein Interesse erweckte. Ich las mir durch, was auf dem Einband geschrieben stand und wurde nicht klug aus dem Angepriesenen. Denn wie der Name schon sagt handelt es sich wohl um ein Geheimnis und so konnte man eine grobe Abhandlung der Geschichte auf der Rückseite des Buches kaum voraussetzen. Denn wäre dort geschrieben gewesen worum es in dem Buch geht, so wäre das Geheimnis kein Geheimnis mehr und der Kauf des Buches hinfällig gewesen. Alles was mich neugierig machte war lediglich die Aufmachung, der mystisch wirkende Schutzumschlag, das praktische, zierliche Taschenformat und nicht zuletzt die Folie, in welches das Buch geschweißt wurde, um zu verhindern dass man auch nur einen winzigen Hinweis darauf bekommt, was sich darin verbarg. Kurzum, ich stellte mir vor dieses Buch zu lesen und ich wünschte es mir auch innerlich, doch mein Geldbeutel zum gegebenen Zeitpunkt lies es nicht zu und auch sonst sprach mich in diesem Augenblick kein anderes Buch an. Ich verließ den Laden also mit leeren Händen, aber dem Bildnis des Buches vor meinem geistigen Auge.

Ich denke der Zeitpunkt dieser Begebenheit ist unlängst verjährt, doch die Erinnerung verblasste nie. Ich kann mich noch daran erinnern, als ich das erste mal “Sex and the City – Der Film” sah. Nun, ich mache keinen Hel darum das ich ein Liebhaber dieser Serie bin und daher sämtliche Staffeln, einschließlich des Films, in meinen heimischen vier Wänden beherberge… immerwieder und jederzeit abrufbar, ganz so wie ich es mag. Im Film gibt es diese Szene, mancheiner erinnert sich vielleicht. Samantha sitzt im Liegestuhl am Strand ihres mehr oder minder kleinen Häuschens am Meer, irgendwo in Malibu oder wo auch immer. In eben dieser Szene stöbert sie friedfertig in einem Buch und wie es der Zufall so will, da war es wieder… The Secret. Ich erkannte es sofort! Nicht das ich gleich darauf in den nächsten Laden gerannt wäre und mich des Buches bemächtigt hätte, es musste erst nochmal aus meinem Gedanken verschwinden, als ich irgendwann gedankenfrei in die Buchhandlung meines Vertrauens ging, um meinen Vorrat an allabendlicher Lektüre wieder aufzustocken. Und was soll ich sagen, der Moment schien günstig. Ich sah es, ich nahm es und schließlich erwarb ich es und verlor mich am selben Abend noch darin.

Wer jetzt denkt, ich offenbare hier all das was in diesem Buch geschrieben steht, der hat sich leider geschnitten. Auch fehlen mir die Worte um es in irgendeiner Weise schmackhaft zu machen. Ich kann nur kurz schildern, was ich in etwa empfand als ich das Buch gelesen habe. Es gehörte zu jenen Büchern, die ich gar nicht mehr aus der Hand legen wollte und ich fühlte mich so wohl wie schon lang nicht mehr, als ich es las. Tatsächlich kann man sagen, dass ich mit jeder Seite ein Stück weit glücklicher wurde und das beste ist, dieser Zauber ist nicht mehr verflogen, seit ich es aus der Hand gelegt habe. Es ist so. Manch einer, der dieses Buch liest wird es wohlmöglich als Scharlatan deklarieren und beiseite legen, denn das Geschriebene soll Wirkung zeigen und dementsprechend ist es auch geschrieben, aber… sollte man auch nicht mit dem Buche einverstanden sein und ich, das geb ich zu, bin durchaus einverstanden damit, so ist der Grundgedanke dieser Lektüre keinesfalls außer Acht zu lassen und wenn man sich diesen beherzigt, kann man, meiner Meinung nach, nichts falsch machen und schon gar nicht falsch leben.

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