Schlaflos in Dresden

Ich habe bis eben an meinem Bild gearbeitet und habe beschlossen es offiziell als “Fertig” zu betrachten. Ich freu mich. Es ist groß, es ist bunt und irgendwie erinnert es an ein Bild von einem sechs jährigen. Zumindest könnte man prima ein malen nach zahlen daraus machen. Die Farben und ihre einzelnen Töne weisen klare Linien auf, aber im ganzen betrachtet wirkt es ganz gut. Von der Altersbeschränkung her würde ich das Bild ab zwölf frei geben, da man darauf deutlich eine nackte Brust erkennen kann. Im großen und ganzen kann man folgendes darauf erblicken. Ein paar wunderschöne große Sonnenblumen, welche vor dem Unterleib einer Frau in die Höhe wachsen. Die Frau ist bekleidet mit einem Roten Cape welches von einer Brosche, kurz über ihrer Brust zusammen gehalten wird. Die Brosche ist ein in blau gefasster  Jadestein. Nackt ist die Frau unter ihrem Cape, sie trägt nichts anderes. Sie lüftet es mit ihrem linken Arm ein wenig und gibt so den Blick auf ihre blasse Haut und auf die linke Brust frei. Ihr Hals ist lang und eben so schmal wie ihr Gesicht und ihre rosé farbenen Lippen, welche leicht göffnet sind und die wunderschönen weißen Zähne preis geben. Ihre Augen sind groß, rund und smaragtgrün. Sie strahlen! Das Gesicht wird von wallendem, braunem Haar umrahmt, welches leicht vom Wind getragen wird und um sie herum spielt ein Fluss aus grünen und gelben Blättern. Mir fällt kein rechter Titel dazu ein und wie gesagt, würden die Meisten wahrscheinlich an diesem Bild vorbeigehen, aber ich finde es sehr schön! Da die Tage zunehmend kürzer werden, werde ich mir wohl mehr Zeit zum malen nehmen. Ich habe schon eine Idee für das nächste Bild. Das morgendliche Aufstehen fällt schwer, da meine Nächte von wirren Täumen durchwoben sind und oft liege ich einfach nur wach und starre an die Wände. Tausend Gedanken sind da. Tausend Leute schwirren in meinem Kopf umher. Man wartet einfach nur darauf, das der Wecker klingelt und wenn es soweit ist, setzt man langsam den Körper in Bewegung. Am Vormittag merkt man nichts von ein schlaflosen Nacht, aber wenn der Körper nach getaner Arbeit zur Ruhe kommt ist es um so schwerer wieder hoch zu kommen. Warum quäle ich mich selbst mit meinen Gedanken?

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