Seine Sätze begannen mit einem Streifzug durch die weiten und scheinbar alles bereithaltenden Welten der Konkurrenz, ein Wort und eine Gesellschaft, welche keinesfalls bedeutungslos ist und schon gar nicht zu unterschätzen. Dieser Tatsache war sogar Alexander sich bewusst und er wusste, wenn man unter Mitbewerbern aufrecht gehen möchte und standhalten möchte, so sollte man vor ihnen nicht die Augen verschließen sondern wachsam sein und sich gegebenenfalls sogar einmal unter sie mischen… und genau um so eine Situation formte die Geschichte ihre Worte…
Es war ein kleiner Laden, fern ab vom Schuss, weder Stadt noch Siedlung säumten ihn und eine Möglichkeit zu parken suchte man dort vergebens. So begann er mit seiner Geschichte und er fuhr fort in dem er den Laden betrat und wieder seiner Erwartungen vor Begeisterung erstarrte, als er sah wie stark frequentiert und wie fabelhaft besetzt diese kleine, unscheinbare Boutique, irgendwo im Nirgendwo, doch war.
Die Verkäuferinnen, so lobte er, waren über die Maßen freundlich und sehr bemüht im Umgang mit ihrer Kundschaft und auch wenn das rege Treiben zur ein oder anderen Wartezeit beitrug, so hatte man Spass beim Beobachten, man ging auf beim Zuhören und unbeachtet blieb man dennoch nicht. Denn heißer, frisch gebrühter Bohnenkaffee oder wahlweise ein Glas Tee wurde nahezu jedem angeboten der den Laden betrat, um die aufgebrachte Geduld bis zur Erfüllung der Wünsche zu entlohnen, wenn man nicht jetzt schon, wunschlos glücklich war.
Und ach die Verkäuferinnen, sie bedienten nicht einfach nur, sie verscherbelten nicht einfach nur ihre Wahre, nein, sie priesen an… sie berieten… sie verzauberten, denn zu jedem Kleidungsstück, welches ihre Hände berührten, hatten sie eine Geschichte parat. Sie kannten sich aus… sie wussten was sie da berührten… und sie erzählten darüber und legten den Menschen Storys nahe…
… Alexander wurde hellhörig und richtete sich wieder auf, während er den süßen Satz auf dem Grund der braunen Brühe hypnotisierend weiter rührte. Seine grünen Augen kniffen sich vor Erwartung zusammen… Erwartungen darauf, was nun folgen würde. Denn Geschichten mochte er und so freute er sich innerlich auf jene Dinge, die nun folgen sollten, obgleich er keinen Schimmer hatte zu welchen Ausschweifungen dieser Geschichtenerzähler in der Lage sein könnte… nein, er traute es ihm ehrlich gestanden nicht einmal zu und auch dieses mal sollte seine Einschätzung einer Person die Realität nicht verschönen oder in utopischen Sphären angesiedelt sein und die darauffolgenden Worte trafen ihn weniger wie ein Stein, als vielmehr wie eine tätschelnde Hand mit den Worten begleitet, “Na, was hab ich dir gesagt?!”…
… Denn nicht weniger als 12,5 Millionen Dollar Umsatz, brachte dieser winzige, unscheinbare Laden im Jahr und bescherte damit dem Besitzer ein seliges Lächeln und ein beruhigendes Kissen. Mit diesen Worten schlug der Erzähler die Hände vor seinem Bauch zusammen und beendete seinen kleinen Ausflug ins Jenseits seiner eigenen Realität.
… Fortsetzung folgt…