Mode nach Maß… (5)

Thomas Kleinstück am 10. Januar 2012 um 23:27

In allen Bereichen ist sie am werkeln und überall hinterlässt sie ihre Spuren der Vergänglichkeit. Nur selten kristallisieren sich Klassiker heraus… Dinge, die uns nicht nur ein Stück des Weges begleiten, sondern ein Leben lang erhalten bleiben… Dinge, über die wir uns selbst irgendwann anfangen zu definieren…

… in denen wir unser Leben verbringen können und wollen.

Damit meine ich aber nicht jene Gebrauchsgegenstände, mit welchen wir unseren Alltag ausschmücken, welche wir nutzen und welche unser täglich Gang und täglich Tun erleichtern.

Obgleich Technik und Fortschritt einer ständigen Rundumerneuerung unterliegen, sind sie weniger dem Begriff Mode unterzuordnen, als vielmehr der Dekadenz des Lebens. Hervorgerufen durch die Schnelllebigkeit und Fehlerhaftigkeit des Menschen.

Denn Plasmabildschirme und LEDs dienen einzig dem Zwecke, den weniger naturverbundenen unseres Folks, die Welt in sechs Millionen Farben zu Füßen zu legen und Flachbildschirme sehen doch einfach mal stylischer aus, als so ein Humpen von Röhrenfernseher und unterstreichen viel besser das gegenwertige Scheibenweltdenken unserer Gesellschaft.

Derartige technische Errungenschaften sind keine Modeerscheinung… sondern Ersatz… um althergebrachtes unwiderruflich beseitigen zu können!

Wie Energiesparlampen zum Beispiel.

… Fortsetzung folgt…

Mode nach Maß… (3)

Thomas Kleinstück am 5. Januar 2012 um 00:22

In den darauf folgenden Zeiten sollte der Überfluss eine Mäßigung erfahren und wo einst an Stoff nicht gespart wurde, hielt die Tendenz zu weniger ist mehr Einzug und so verflüchtigte sich der Schlag einer Hose schlagartig und Karottenhosen und Röhrenjeans fingen an das Bild, der von Mode geleiteten Konsumenten, zu beherrschen.

Eine Fügung, welche göttlicher nicht hätte sein können. Denn sie legte den Grundstein für einen weiteren Trend in Sachen Kleidung.

Dieser betrifft in erster Linie unsere holde Weiblichkeit, welche ohne die Pioniersarbeit von Wrangler und Levis gelinde gesagt… nur lächerlich ausgesehen hätten.

Denn wie bitte hätten sie viel zu viel Stoff in viel zu hochgeschnürten und viel zu engen Stiefeln unterbringen sollen, ohne dabei die geschmeidige Form ihrer Beine zu verunstalten?

… Fortsetzung folgt…

Mode nach Maß… (4)

Thomas Kleinstück am 5. Januar 2012 um 00:19

Lasst uns also hoffen, dass uns Röhrenhosen noch lange erhalten bleiben, denn im Moment weiß wohl nur Gott allein… oder für die Atheisten unter uns: der Fuchs… wie lange die Ära der Stiefel noch anhalten mag und so namenhaft Picasso auch sein mag, nicht jedermanns Auge fühlt sich von seinen Werken geschmeichelt.

Mode verfügt dem zu Folge über große Macht. Denn sie vermag es zu ersetzen und ebenso kann sie Dinge und Stilrichtungen begünstigen und unterstützen.

Ihr Einfluss ist nicht von der Hand zu weisen und der widmet sich nicht nur der Kleiderordnung… nein… ihr Einfluss ist verheerender, als die abstrakten Entgleisungen von Designern und ihren Opfern.

Mode durchwirkt unser komplettes Leben und nicht nur unseren Kleiderschrank.

… Fortsetzung folgt…

Mode nach Maß… (2)

Thomas Kleinstück am 4. Januar 2012 um 01:12

Ich glaube mich recht erinnern zu können, dass die Ära der Baggy Pants den Schlaghosen voraus ging.

Kartoffelsack ähnliche Beinbekleidung, in welcher oben, unten und mittig verschwenderisch viel Stoff verarbeit wurde und welche wenn überhaupt nur mit Hilfe eines Gürtels wirklich tragbar wurde.

Selbst dadurch konnten kiloweise Cord oder Jeans nicht der Erdanziehung trotzen und man war die meiste Zeit des Tages damit beschäftigt das Gesamtkonstrukt, welches man Kleidung nannte, hochzuziehen, zurecht zu zuppeln, oder am Gürtel immer noch ein Loch mehr zu suchen, was dem Gesamtbild eine leicht schlampig angehauchte Nuance verlieh.

Denn von Hosenträgern hielt man damals nicht viel, obgleich sie sich heute wiederum, stylingtechnisch, äußerster Beliebtheit erfreuen, hätten sie zu Baggy Pants Zeiten ein viel größeres Werk verrichten können, indem sie den Look und seine Träger in eine Salonfähigere Optik gehüllt hätten.

Ihr seht also, Mode birgt auch ihre Tücken. Denn sie kommt und geht, wann immer es ihr passt und nur selten überschneiden sich ihre Ausläufer zu einem perfekten Ganzen, zu einem harmonischen Bild.

Verfechter und Anhänger wird sie stets mit sich bringen.

… Fortsetzung folgt…

Mode nach Maß… (1)

Thomas Kleinstück am 3. Januar 2012 um 00:41

Mode…

… was ist das nur für ein kleines, kurzes Wort.

So schnelllebig und sprunghaft, könnte es kaum besser in die heutige Zeit passen und kaum ein anderes Wort würde besser die Unentschlossenheit der gegenwärtigen Tage definieren und dennoch, so bedeutungsvoll es für die Moderne Welt auch sein mag,  würde es sich in keiner Zeitspanne der Geschichte lange genug wohlfühlen, um zu einem Klassiker heranzuwachsen, denn sie unterliegt der Vergänglichkeit…

… Mode ist Anfang und Ende zugleich.

Könnt ihr euch noch daran erinnern wie Ende der Neunziger die Schlaghosen erneut den Olymp der Fashionwelt erklommen haben?

Ihr wisst schon… jene Hosen, welche um die Hüfte nicht eng genug sitzen konnten und um die Unterbeine nicht weit genug hätten flattern können? Ein Trend, der sich irgendwann in den Sechzigern oder Siebzigern äußerster Beliebtheit erfreute und sich kurzentschlossen, in Kisten verpackt, einem Dornröschenschlaf hingab, um irgendwann seinem, von Motten zerfressenen Grab, wieder zu entsteigen und sich kurzerhand neu zu entdecken.

Neu… da die Generation von jungen Fashion Victims , die nun erreicht wurde, jene skurrile Art sich zu kleiden bis Dato nicht kannte und darüber hinaus es vermochte zu schaffen, die älteren Generationen sehnsüchtig in nostalgischen Erinnerungen schwelgen zu lassen.

Ein Aspekt der Mode, den man durchaus als gut bezeichnen kann, denn in jenem Falle knüpfte sie ein unsichtbares doch greifbares Band zu jener Zeit und dies schuf Verbundenheit zwischen Alt und Jung.

… Fortsetzung folgt…