Morgenstund hat Sekt im Mund…

Ich weiß man soll nicht in der Vergangenheit rumwühlen, aber ich werde es trotzdem tun, da ich permanent daran erinnert werde. Vorgestern habe ich mir etwas schönes vorgenommen. Da ich meinen Schichtkollegen versprochen habe mich im alten Jahr noch einmal bei ihnen blicken zu lassen, habe ich mich kurzentschlossen zum Frühstück eingeladen. Mein Plan war wie folgt. Ich stehe morgens um sechs Uhr auf und ziehe mich, nach der morgendlichen Kultivierungzeremonie, schön warm aber sportlich an. Darauf sollte ein kleiner Dauerlauf an der Elbe entlang folgen und mein Ziel sollte das Sektregal im Kaufmarkt sein. Die Krönung des Morgens sollte dann ein Sektfrühstück und ein Wohlfühlerlebnis für meine Arbeitskollegen und natürlich auch für mich sein.

In der Theorie klang das unheimlich toll und wurde von der Realität und der Durchführung meiner Pläne über die Maßen übertroffen. Wie die eiskalte Morgenluft meine Lungen flutete war eine Wohltat und die Überaschung, welche zur Freude wurde, meiner Kollegen war groß und wir genossen ein wunderbares und wie immer lustiges Frühstück. Sekt belebt den Kreislauf und ist daher am frühen Morgen keine Schande. Den Rückweg habe ich dann mit einem ausgedehnten Spatziergang bestritten und ich freute mich dann doch auf die heiße Dusche! Am Nachmittag ging ich in die Stadt und machte einen Ausgedehnten Einkaufsbummel mit meiner besten Freundin. Das erste mal seit langen hat mir Einkaufen wiedermal Spaß gemacht und zwar richtig dolle Spaß! Als ich mich dann abends auf dem Sofa niederließ und irgendwann gezwungenermaßen wieder aufstehen wollte, bekam ich einen leisen Eindruck von dem, was mich am nächsten Tag erwartete. Mein Körper schmerzt, zwar angenehm, da ich weiß woher es rührt, aber er tut weh und das großflächig! Jede Faser meines ach so ziehrlichen Leibes ist von einem Muskelkarter durchwoben, das ich laufe als hätte ich einen Stock im Arsch! Die schmerzen ziehen sich seit dem hin und zwar bis heute und der eben genannte Hintern fühlt sich an wie Beton! Vielleicht etwas zu viel des Guten? Aber schön wars und deswegen bin ich vorhin gleich noch mal eine Runde gelaufen, auch wenn morgen das große Erwachen kommt… ich lach dir ins Gesicht!

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