Kopf oder Herz, der ewige Schmerz…

Meine Gedankenwelt ist erregt, aufgewühlt und verfolgt mich am Tage und ebenso in der Nacht mit surrealen, mehrfach interpretationsfähigen Bildern. Ein Zwiespalt… ein innerer Kampf… ein gottloses Gemetzel… welches weder Fleisch noch Blut verletzt und vergießt. Wie so oft verliert sich mein Abend in den endlosen und alles verzerrenden Weiten des Cyberspace und lässt die Stunden bei unwirklichen Chatplaudereien in der Dunkelheit verschwinden… verloren gehen. Doch mein imaginäres Gespräch mit einem real bekannten Freund, ließ mich eine Frage verlauten lassen… deren Antwort ich erhielt und deren Wille mir auch glaubhaft erschien… doch deren Wortlaut an dieser Stelle irrellewand ist und so werfe ich jene Frage noch einmal in den Raum und bitte um eine Antwort, welche in meinem Kopfe schon feststeht… doch bitte ich auch, wenn jemand antwortet… so solle er es bitte ehrlich tun und unabhängig von geschriebenem Wort und Vorstellungskraft… nur aus der dargestellten Situation heraus… tun…

… folgendes Bild:

… ein junger Spross, von frischem Grün, eine Efeuranke oder Früchte bringender Wein, bahnt sich langsam seinen Weg um ein verwitterndes, von spröder Farbe gezeichnetes Holzfenster. Niemals vorgesehen, oder von Menschenhand gepflanzt, dennoch im Garten… den du dein Eigen nennst… dennoch am Hause… welches du dein Eigen nennst… welches du durch eigene Kraft und eigenes Geld errichtet hast. Er nähert sich bedrohlich der Dachrinne und droht sie zu zerstören, zu verstopfen… unbrauchbar zu machen. Doch wie sich der morgendliche Tau in einer jungen, aufgehenden Sonne an seinen Blättern, wie zart geschliffene Diamanten oder wohlgeformte Perlen aalt und sein immer dichter werdendes Blattwerk eine Zuflucht für darin nistende, vom Frühling erwachte Vogelfamilien bildet…wie ein  leises Summen von Insekten deine Ohren umsäuselt und dich ein Duft erreicht, wie ein Tropfen des Fruchtsaftes, eines frisch angebissenen Apfels, auf deinen Lippen… wirst du vor eine Entscheidung gestellt…

… was würdest du tun?

2 Kommentare zu “Kopf oder Herz, der ewige Schmerz…”

  1. memamu (GR)

    Ich würde dem Spross einen anderen Weg zeigen. Das würde zwar bedeuten, dass ich ihm in diesem Moment ggf. etwas aufzwingen müsste, aber die Situation der Entscheidung für oder gegen ihn wäre abgewendet. Leider weiß ich nicht genau, ob er vielleicht jemals wieder seinen ursprünglichen Weg fortsetzen wird. Aber ich werde da sein, ihn beobachten und versuchen ihm Hilfestellung zu geben…

  2. Thomas Kleinstück

    Das ist ein schöner Gedanke und jemanden auf den rechten Weg zu führen ist ja nichts schlechtes, zumal jeder aus dieser Symbiose profitieren würde und die Gemeinschaft nur wächst, anstatt zu Grunde zu gehen.

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