“Hoffnungslos”
Hoffnung ist keine Schande,
Hoffnung ist nicht nur ein Wort.
Mal befindet sie sich im Lande,
mal an einem entfernten Ort.
Hoffnung ist sehr zerbrechlich,
wie`s eine leere Flasche ist.
Doch Hoffnung kann auch wachsen,
wenn man sie mit Glauben gießt.
Sie lässt David den Goliath bezwingen,
sie versetzt so manch hohen Berg.
Doch sie lässt sich auch niederringen
und macht Riesen zu einen Zwerg.
Ich glaub nicht das Hoffnung beständig ist,
so wie die Sonne nicht immer scheint.
Entweder es wächst,
oder geht es zu Grunde,
was im Herzen ganz vorsichtig keimt.
Hät mich die Hoffnung vielleicht nicht verlassen,
hät ich die Worte nicht gehört?
Hät ich die Fragen nicht laut werden lassen,
wäre mein Schlummer noch ungestört?
Die Decke wäre noch wohlig warm
und der Nachthimmel bestückt voller Sterne,
doch kalt ist der Abend
und Schwarz ist die Nacht
und mein Herz entfloh in die Ferne.
Dort wo ich es nicht greifen kann,
dorthin wo ich es nicht seh.
Mit Worten behaftet,
so schwer wie ein Stein
und ertränkt in einem salzigen See.
Schweigt still in den Fluten,
fern von Trauer und Freude
und wartet nur auf den Tag,
wenn Sonne das Meer aus Tränen getrocknet
und belebt was sich darin verbarg.
thomas kleinstück, 03.03.2009