Guten Rutsch!
Warum ist es so, dass wenn man sich ohnehin schon an den Grenzen seiner physischen und psychischen Belastbarkeit angekommen sieht, scheinbar alles auf einmal über einen herein zu brechen scheint und mit jedem weiteren Ereignis dem Topf ein immer wieder neuer und noch schwererer Deckel auf gesetzt wird?
Die Antwort ist einfach. An Tagen wo man einfach mal mit der Gesamtsituation komplett unzufrieden ist… und machen wir uns mal nichts vor, solche Tage gibt es im Leben eines jeden von uns… kann jedes noch so kleine Tröpfchen, welches man an jedem anderen Tage ignoriert oder gar mit einem Lächeln hingenommen hätte, das Fass zum überlaufen oder zum bersten bringen. Das liegt an der Sensibilität, welche man an den Tag legt, wenn er von unermüdlichem Regen begleitet und von zahllosen verschlossenen Türen gepflastert vor einem liegt. Solche Tage bringen zwar den emotionalen und gedanklichen Fall mit sich, doch sind sie unabdingbar für den Abwechslungsreichtum und die Spannung auf der fahrt in der Achterbahn des Lebens. Da reicht eine Schlaflose Nacht oder etwas was uns auf die Nerven geht schon aus, um diese so blank liegen zu lassen, dass sie drohen unter die Grenze des Meeresspiegels zu geraten und in den schnittigen Wellen der stürmischen See zerrissen zu werden. Ein solcher Tag liegt hinter mir und vor einem solchen fliehe ich in die Ruhe der Nacht… um einem neuen Tag entgegen zu träumen… zu schlummern… zu ruhen…
… doch die sensible und brüchige Einstellung unseres Bewusstseins bringt auch ein paar wundervolle Aspekte mit sich. Denn in solchen Momenten kommt manchmal auch eine helfende Hand, ein Halm in der Wüste und an solchen Tagen reichen schon ein paar knappe, warme Worte aus um einen die Tränen der Freude in die Augen schießen zu lassen. Dann lässt man es raus. Dann rappelt man sich auf. Dann richtet man den Blick nach vorn und denkt an das, was die Zukunft vor einem versteckt hält. Man schüttelt sich kurz und lässt alles Schlechte, sei es auch nur für einen kurzen Augenblick, von sich herabfallen, wie einen Rucksack den man auf den Gipfel des höchsten Berges geschleppt hat. Dann fühlt man sich frei und schreitet in Gedanken voran und nimmt nur jene Sachen mit, die einem positives bringen und das Herz mit Wärme erfüllen… Dinge die einem einst Flügel verliehen und noch immer in der Lage sind einem Aufwind zu bescheren.
Mit diesem Gedanken möchte ich ins nächste Jahr hinüber schreiten und ganz gleich welche Diskrepanzen hinter mir liegen… nicht alles was von den vergangenen zwölf Monaten durchgekaut wurde, muss auch zwangsläufig als Scheißhaufen erneut das Licht der Welt erblicken! Mit diesen Worten… seien sie auch hart gewählt… wünsche ich allen einen guten Rutsch ins Jahr 2010!