Es war einmal…
Vor nicht all zu langer Zeit verschwand ein Planet in meinem Leben. Er wurde weder von Sturm, von Beben, von Flut und auch keinem Vulkanausbruch verdrängt. Er war einfach fort und ich weis nicht warum, noch weis ich wohin er verschwunden ist. Die Zeichen waren da, denn er bekam plötzlich Risse, es lösten sich Teilchen und ehe man sich versah schwebte man alleine auf einer winzigen Scholle im Universum der Gefühle. Ohne zu wissen was war und was sein wird… kein davor und kein danach… Stille…
Diese Welt war eine von denen, welche aus zwei Seelen bestand. Sie war noch jung und zum wachsen bereit. Doch wenn nicht beide in die gleiche Richtung streben droht die hauchdünne Schale zu zerbersten und zurück bleiben Fragen auf die es keine echte Antwort gibt.
Warum dieser Planet zerbrach?
- Eine worauf es zum Beispiel keine Antwort gibt.
War der Planet gut für ihn?
- Ich bin mir nicht sicher.
War er gut für mich?
- Es fühlte sich so an.
Will ich zu dieser Welt zurück?
- Kein Anschluss unter dieser Nummer… !!!
Es ist ein paar Wochen her und es geht mir hervorragend. Dafür bin ich den anderen Planeten sehr dankbar. Denn mein Universum besteht aus vielen Welten, jede für sich ein Unikat und im Wachstum begriffen, aber ebenso zerbrechlich. Einige davon bedürfen der ein oder anderen Renovierungsarbeit, hier und da ist einer völlig eingestaubt und wieder andere sind irgendwo vertrödelt worden. Wartend darauf wiedergefunden zu werden. Was mich nach vorne treibt ist der Wille nicht wieder in dem Sumpf zu versinken aus welchem Er mich damals gezogen hat.
Dankbar bin ich der Treibenden Kraft (ein guter Freund) dafür die letzten Wochen so gut überstanden zu haben. Dankbar für tolle Momente und Erlebnisse, über welche ich gerne noch berichten mag. Ich habe schon einmal im Zuge einer Herzensangelegenheit über eine dieser Welten nachgedacht und folgendes ist dabei entstanden…
KLEINE WELT
Bin völlig hin und her gerissen,
Gedanken fliegen wirr umher,
die heile Welt ist eingerissen,
vor mir liegt ein totes Meer.
Keine Regung tut sich dort,
kein Leben scheint mehr dort zu sein,
ein trüber unheilvoller Ort,
keine Spur vom alten Schein.
Kahl und brach erstreckt es sich,
kann kein Geheimnis halten,
mit starrem Blick erdrückt es mich
und lässt mich nicht entfalten.
Wie ein Schmetterling, so schön,
der seine Puppe bricht,
möcht ich den schönen Dingen fröhn,
wenn man von Leben spricht.
Viel heller wäre meine Welt,
von sanften Dunst durchwebt,
doch sie in bälde ganz zerfällt,
wenn es weiter in mir bebt.
Dieses Pulsieren immer zu,
Verblendung meiner Sinne,
Verursacher dafür bist du,
drum wart ich hier und halt inne.
Warten werde ich auf dich
und ob du dich bekehrst,
ob du das Gleiche fühlst für mich,
oder mich verwehrst.
Die kleine Welt wird dann belebt
und glücklicher mein Herz
und wenn sich der Rest in Trümmer legt,
ergebe ich mich meinem Schmerz.
Dann werd ich sein noch leicht benommen,
innerlich erregt,
doch gedanken bald zur Ruhe kommen
und eine neue Welt entsteht. 26.10.2005 thomas kleinstück
…Wenn ihr jetzt denkt ich wäre die meiste Zeit melancholisch und suizidgefährdet bis zum geht nicht mehr, dann habt ihr die vorangegangenen Zeilen nicht recht gelesen, denn Optimismus spielt definitiv eine arg große Rolle. Ich nehme mich selbst nicht so richtig ernst und habe vor kurzem, durch das Lesen eines Buches mir selbst diaknostiziert, das ich wohl zur “Generation Doof” gehören muss… im übrigen ein amüsantes, lesenswertes Buch welches leider nur zu wahr ist. Einsicht ist der beste Weg zur Besserung und in diesem Sinne… bis die Tage!