Ein Sonntag wie er früher einmal war…

Ich habe mich mit meiner besten Freundin getroffen und irgendwie habe ich mir auf dem Weg dorthin vorgestellt, wie toll es wäre wenn wir zu viert etwas machen würden. Damit meine ich meine engsten Freunde, welche ich hatte als ich noch auf dem Land lebte. Sie hat es tatsächlich so eingerichtet, das genau dies der Fall war. Wir gingen in die Eisdiele des Dorfes wie wir es früher so oft gemacht haben und tranken einen Kaffee und aßen ein Eis. Damals war es ein typischer Sonntag Nachmittag, heute ist es etwas besonderes für mich. Unsere Wege und unsere Lebensweisen sind so unheimlich verschieden verlaufen, das man sich erst langsam wieder rantasten muss. Mit Ihr habe ich mich des öfteren mal getroffen, aber dennoch viel zu selten. Gedacht habe ich häufig an sie und an die anderen Beiden ebenfalls. Da ist es wenig verwunderlich, das die Gespräche von einigen Pausen begleitet wurden. Im Grunde hat sich nicht viel geändert, nur ich kam mir ab und zu fremd und verändert vor. Ich bin nicht mehr so offen wie ich es einmal war. Ich rede nicht mehr über alles. Ich bin lange nicht mehr so Wortgewand, wie ich es einst einmal gewesen bin. Ich verhaspel mich ständig beim reden, die richtigen Worte, um mich auszudrücken, zu finden fällt mir schwer und zu oft finde ich sie gar nicht. Das war mal anders. Mir fällt es schwer einzuschätzen über welches Thema man reden kann und mit welchem Thema man anecken würde. Ich habe nicht das Gefühl das ich nicht über alles reden dürfte, denn früher tat ich es ja auch und das reden und die Blicke der anderen brachten keine Zensur mit sich. Sie trugen ihr Herz ja auch wie eh und je auf der Zunge. Es war lustig und es war gesellig. Fast war es ein bisschen so wie einst. Es hatte schon recht viel vertrautheit. Später waren wir nur noch zu dritt und fuhren zu Mc Donalds, weil die Dame appetit auf das schnelle Essen hatte. So taten wir es und ich wurde wiedereinmal in meiner Meinung bestätigt, das diese Schnellimbisskette immer mehr zum favorit Sonntagsausflugsziel und zur Spitze der Edikette für den Großteil unserer Bevölkerung geworden ist. Wir haben an diesem Nachmittag viel gelacht und uns, so war es mein Gefühl, wieder etwas mehr genähert. Ich wünsche es mir. Ich hab euch gern!

Das Lied des Tages ist von “Rosenstolz” und schimpft sich “Gib mir Sonne”. Einfach nur weil ich diesen Titel toll finde. Leider habe ich mich, auf Grund der Fülle dieses Tages, nicht mit einem guten Freund treffen können, so wie es eigendlich vorgesehen war. Ich hoffe er ist mir nicht böse. Ich werde mich dann zu Bett begeben, da mir meine Knochen noch vom gestrigen Tage schmerzen und morgen wollen sie ja schließlich erneut beansprucht sein. Gestern sah ich den Fremden wieder.

Memo an mich selbst: Ich sollte aufhören mich selber zu stressen. Die Dinge einfach mal laufen lassen und mir nicht über jeden Krümel in meinem Leben einen Gedanken machen. Ich sollte ab und zu einfach alles abschütteln, nicht alles auf meinen Schultern tragen wollen und mir nicht alles zu herzen nehmen. Das klappt eh nicht, das schaffe ich nie.

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