Ein schlechtes Gewissen ist kein sanftes Ruhekissen

Den ganzen Vormittag wurde mein Gemüht von herben Gewissensbissen vernebelt, doch ähnlich wie sich zum Nachmittag hin die Sonne kräftig durchsetzte lockerte auch meine Gedankenwelt gehörig auf und beglückte mich und meine Mittmenschen mit Gelassenheit und gute- Laune- Wetter. Der Grund für den morgendlichen Tiefnebel war meine Schildkröte, oder besser gesagt ich… wer sonst. Sie hatte ihre lethargischen Anwandlungen im laufe des gestrigen Tages nämlich abgelegt, doch leider etwas spät. Irgendwann des Nächtens begann sie mich zum spielen zu animieren, doch ähnlich wie das Gemüht einer herkömmlichen Schildkröte bin auch ich etwas träge, wenn ich aus dem Tiefschlaf gerissen werde. Schlaftrunken und noch auf der Körper lähmenden Schwelle zum Traumland ging ich anfangs noch auf sie ein, doch von Elan und Lust zum spielen war keine Spur und so brach ich, als mir meine Unfähigkeit und Schwäche die von meiner Müdigkeit her rührte bewusst wurde, kurzentschlossen die gemeinsame Tätigkeit ab und drehte mich wieder auf die Seite von der ich gekommen war, um zurück in die illustre Welt der Fantasien zu entschwinden. Meine Schildkröte blieb quasi allein im dunkeln zurück und konnte wohlmöglich nicht schlafen, da ich sie auch noch kurzzeitig zum spielen angestachelt habe. Das tut mir Leid! Doch meine Schildkröte hat kein nachtragendes Wesen und oft genug trat auch schon der umgekehrte Fall ein, so bleibt einmal mehr alles im Rahmen und meine Schildkröte begegnet mir offenherzig und heiter, wie eh und jeh. So kam mein Gewissen zur Ruhe und vermischte sich gemeinsam mit dem herrlich blauen Himmel zu einem wahrlich goldenen Oktobertag!

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