Ein Hauch von Geld aus dem Osten

Was für eine eigenartige Entwicklung. Könnt ihr euch noch an die Zeiten erinnern, wo es noch ein absoluter Höhepunkt war, wenn es hieß wir fahren über die Grenze und gehen auf den Polen- oder Tschechen-markt? Das war wie Weihnachten in unseren Ohren. Klimmbimm und Ramsch so weit das Auge reicht und man konnte sich was tolles aussuchen. Man suchte sich natürlich auch etwas tolles aus. Irgendein Spielzeug, war es auch noch so unbrauchbar, das war egal, denn es war preiswert. Wie alles was man dort in Hülle und Fülle verhökert bekam. Man sackte ein und nahm mit, bis man den Scheiß nicht mehr ersehen konnte und sich die Einlegeböden der Einbauwand vor lauter Krempel krümmten. Das diese Märkte oft hoffnungslos in asiatischer Hand lagen und dadurch wenig authentisch wirkten tat ebenso nichts zur Sache, denn schließlich waren diese Ausflüge eh nie von kulturellem Wert. Da stört es auch nicht weiter das man hier und da an einem Stand mit Lederwaren, darauf hingewiesen wurde das der Verkäufer auch eins a Pornos im Angebot hätte. So eine kleine Info am Wegesrand kann nichts schaden und steigert ungemein die Vertraulichkeit und das Wohlfühlerlebnis eines solchen Einkaufsbummels. Auch wenn die meisten Waren und Artikel schon unverschämt billig waren, wurde der Preis gedrückt und gehandelt bis auf die Schlüpper des Händlers! Und nun? Heute wird der Grenzüberschreiter, in sofern überhaupt vorhanden denn diese sind ja bekanntlich offen, nur noch dabei ertappt wie er Kippen und Benzin bunkert und selbst das ist nicht mehr so lukrativ wie einst. Heute kommen unsere östlichen Nachbarn zu uns uns schleppen scheinbar Unmengen an Geld ins Land. Jeder Zweite der einem begegnet ist der deutschen Sprache nicht im geringsten mächtig und auf der Straße  Gespräch zu belauschen ist schier unmöglich, denn selten wird als sprachliches Profil das Fach Russisch gewählt und Polnisch und Tschechisch gleich gar nicht erst angeboten. Warum auch? Französisch und Englisch sind ja auch schon schwer genug. Ich denke aber dass das eine Problematik ist mit der man sich früher oder später auseinander setzen muss. Wohl eher früher als spät.

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