Ein “Daiquiri” unter der Schürze…
Ein Auszug von vor und hinter meiner Ladentheke. Dieser Beitrag wird quasi eine kleine Erzählung über den ganz normalen Alltag, der für gewöhnlich so rein gar nicht gewöhnlich ist und mir nahezu täglich eine süße Prise des geballten Lebens in die Front schleudert.
Ich war grade dabei, neben dem beantworten vieler Fragen von meinen vielen Kolleginnen, ein paar frisch gepresste Saftkreationen zuzubereiten. Ich presste ein paar Kilo Orangen, zermüllerte eine Handvoll Karotten und schälte ein gutes Kilo Kiwis, um diese dann in grob unterteilte Stücke in einen Mixer zu geben, wie man ihn bei fasst jeder herkömmlichen Küchenmaschine vorfinden würde. Ihr wisst schon, so eine Art Shaker. Nur das an dessen Grund ein paar rasierklingenscharfe Schneidwerkzeuge lungern, die bei betätigen eines Knopfes jeden Frosch zum Ausruf: Let`s fetz! ermuntern würden. Es war zwar kein Frosch, der ihnen zum Opfer fallen sollte, aber grün und glitschig waren meine nackten Kiwis auch. Wie genau so eine Saftmixmaschine im einzelnen Aufgebaut ist, wusste ich bis heute noch nicht, doch ich sollte es bald schon herausfinden.
So drückte ich den Knopf, mal mehr und mal weniger, damit eine geschmeidige, dickflüssige Pampe entsteht und diese sollte möglichst ohne Klumpen sein. Ich wurde also fertig mit dem Mixen und wusste dass ich das Gefäß vom maschinellen Sockel nehmen musste, um den Inhalt genau dort hin zu bekommen, wo ich ihn brauchte. So zog ich erst und es passierte nichts. Also drehte ich und siehe da, es kam Bewegung in die Sache, was mich zum munteren weiterdrehen animierte. Nur dumm dass ich dabei nicht das Gesamte Gefäß von der Maschinerie löste, sondern lediglich den Auffangbehälter von seinem gefährlichen Untersatz und noch dümmer war, dass ich es erst bemerkte als es zu Spät war. Wäre es nicht vor laufender Kundschaft passiert, so hätte ich sicher ein paar Worte wie: Verdammte Scheiße! als berechtigten Wortlaut verloren, doch war es keine Scheiße sondern ein grüner, schwarz gepunkteter, klebriger Brei der sich ohne erbarmen über die Arbeitsfläche und meinen gesamten Unterleib ergoss! Nun ja. Ein paar Minuten und ein paar Putzeimer voll grünem Wasser Später war auch dieses Debakel beseitigt und ein umgedrehter Vorstecker konnte den restlichen Vormittag die Sauerei verschleiern die sich darunter verbarg.
Alles was jetzt noch auf meinen deppenhaften Ausrutscher hinzuweisen vermochte, war die Tatsache dass ich duftete, als hätte ich mich mit einem “Frozen Daiquiri” einparfümiert. Doch das nahm ich in Kauf und betrachtete meine ungewollte Einlage als Erlebnisgastronomie… so kann man das wohl nennen.
Dies war allerdings noch nicht alles was meinen Tag heute so ungeheuer nahe ans Leben heranbrachte. Daher werde ich morgen diese kleine Erzählung weiterführen, da noch mehr Zeilen den Rahmen und die Augen der Leser dieses Blogs sprengen würden und das wiederum zu nichts führt. Also dann, bis dahin…