Disneys “Die Schöne und das Biest”
Wie ich neulich schon angedeutet habe, bin ich mal wieder auf Tauchstation in meiner DVD Schatzkammer gegangen und das Filmchen, für das ich mich entschied, ist zweifellos mein aller liebster Film… von allen. Der 30. abendfüllende Disney Zeichentrickfilm gehört heute zu den wohl erfolgreichsten seiner Art und spielte 1991, dem Jahr seiner Erscheinung, 146 Millionen US Dollar ein. Er basiert auf einem alten französischen Volksmärchen welches den gleichen Namen wie der Film trägt “La Belle et la Bête” und ebenso unter dem Namen “Tausendschön” bekannt ist. Die DVD Fassung reiht sich berechtigter Weise in die Liga der 14 wertvollsten Disneyklassiker ein, denn ich glaube ich bin nicht der einzige, der ihn abgöttisch liebt. Sicherlich wird kaum jemand so fanatisch sein und ihn nahezu auswendig können, aber die Inszenierung macht süchtig und das nicht nur wegen seiner märchenhaften Story.
Ein junger Prinz… der im übrigen namenlos ist… wird von einer Zauberin, auf Grund seiner Herzlosigkeit, in ein abscheuliches Monster verwandelt und mit ihm sein gesamtes Schloss und alle die darin leben. Er bekommt einen magischen Spiegel und eine verzauberte Rose, die bis zu seinem 21en Geburtstag blühen sollte. Wenn er es bis dahin nicht geschafft haben sollte sich in ein Mädchen zu verlieben und das Mädchen dazu zu bringen seine Liebe zu erwidern, so wird der Zauber nicht gebrochen und er wird für immer ein Biest bleiben müssen. Nicht weit vom Schloss entfernt, lebt Belle… wie der Name schon sagt die Schöne… mit ihrem Erfindervater zusammen. Sie träumt von großen Geschichten, sie fantasiert und sie mag sich mit dem plumpen Dorfleben nicht so recht abfinden… denn außer mit ihrem Vater, kommt sie mit niemanden hier so richtig gut klar. Schon gar nicht mit dem Dorfschönling Gaston. Der sich als höeres Ziel in seinem Leben die Ehelichung der Belle gesetzt hat… allerdings ohne dass sie davon weis. Als eines Tages ihr Vater, auf dem Weg zum Markt, sich in das Schloss des Biestes verirrt, wird er gefangen genommen und seine, ihn über alles liebende Tochter, eilt ihm zur Hilfe und bietet… wie sollte es auch anders sein… sich selbst als Gefangene an, um ihrem Vater die Freiheit zu schenken.
Bis hier her ist noch wenig Märchenhaft, denn sie ist verdammt stur und er ist verflixt garstig. Das ganze eskaliert mit ihrer Flucht aus dem Schloss, bei der sie von Wölfen angegriffen wird und das Biest ihr zur Hilfe kommt… verletzt wird… und von nun an ein bisschen auf ihre Hilfe angewiesen ist. Von diesem Punkt an geht es Bergauf und sie kommen sich Stück für Stück ein wenig näher. Das alles reicht natürlich noch nicht, um einen Film zu erschaffen, der voller Höhen und Tiefen ist und spannend bleibt bis zum Schluss, denn da wäre ja noch der eifersüchtige Gaston und ihr Vater, der ohne seine Belle anfängt zu kränkeln. Doch mehr möchte ich gar nicht verraten, denn es soll ja dazu animieren sich selbst mal einen Eindruck vom Film zu verschaffen. Daher werde ich die story an dieser Stelle beenden und lieber noch etwas zur Produktion an sich sagen.
Denn dieser Film ist nicht nur mit zauberhaften Charakteren ausgestattet und über die Maßen liebevoll in Szene gesetzt… denn eines muss mal gesagt sein, die Belle wird ihrem Namen mehr als gerecht und selbst das Biest, finde ich persönlich, ist nicht zwangsläufig als hässlich einzustufen…, er wurde auch von keinem geringeren als Alan Menken mit wundervoller und einprägsamer Musik unterlegt, die jeweils einen Oscar für den besten Song und einen Oscar für die beste Filmmusik einbrachte. Darüber hinaus kann sich der Film noch eine andere, für sich sprechende Ehre annehmen. Er ist bis heute der einzigste Zeichentrickfilm, der jemals für den Oscar als bester Film nominiert war und er wurde auf Grund seiner beliebten Musik zu einem sehr erfolgreichen Musical umgesetzt, welches sich ebenso größter Beliebtheit erfreut. In diesem Musical gibt es einen Song namens “Mensch wieder sein”. Er wurde für das Stück komponiert und da er sehr erfolgreich ist und gern gehört im Musical wurde er eigens für die Neuüberarbeitung des Films, in eine Trickfilmszene umgewandelt und in die DVD Fassung hinein gepackt. Wären die Stimmen von Belle und dem Biest nicht komplett vom Original abweichend, würde man diesen Cut garnicht mitbekommen. Störend ist er aber nicht und der Film verliert keinesfalls von seiner Magie.
Zum Schluss bleibt mir also nur noch zu sagen, wie sehr ich diesen Film jedem ans Herz legen kann. Bis jetzt hat sich noch niemand gesträubt ihn mit zu gucken und bereut hat es auch niemand. Eine wundervolle Geschichte, in einem wundervollen Gewand. Kein Krawall und kein Krawumm, nur schmachten und seufzen… ein Film ganz nach meinem Geschmack und für jeden von uns ist es doch wunderbar zu sehen, wie Belle mit Gedult und Spucke aus dem Unbändigen einen Handzahmen macht… sie verwandelt quasi den Altagsprinzen zu ihrem Märchenprinzen… ganz nach dem Motto: “Märchen schreibt die Zeit”…
Hier noch einmal eine kleine Szene… eins meiner Lieblingslieder… die ganz hübsch verdeutlicht, wie aufwendig und fantastisch der Film ist und wie mitreißend seine Musik. Nebenbei stellt sie auf angenehme Weise ein paar der sympatischen Charaktere vor und vermittelt einen Eindruck, wie fantasievoll “Die Schöne und das Biest” ins Leben gerufen wurde… viel Spass!