“Die Rose im Himmel”

Ich sah rote Rosen mit dornigem Stiel

und wie sie fesselten ein paar meiner Sinne,

ihr samtiges Haupt,

ihr betörender Duft…

verzauberten mich,

ich hielt inne.

So roch ich an ihnen…

streichelte sie,

ohne sie zu zerdrücken

und sie suhlten sich in meiner Verfallenheit

und duldeten mich aus freien Stücken.

Kaum spürte man ihre Überheblichkeit,

so blendend schön waren sie,

doch ihre Grazie war nicht für die Ewigkeit

und jenes bemerkten sie nie.

Von jedem bewundert

und von jedem begehrt,

so wollten sie immer sein…

jedoch lernten sie nimmer

Liebe zu geben

und nicht nur zu achten…

sich allein.

Die Zeit kam heran,

als sie unentwegt stachen…

als man zum nähern sich ihnen hingab,

da sie jedermans Blicke zu erhaschen versuchten

und die vertraute Nähe starb.

Wo war nur der Himmel,

ich sah ihn nicht mehr…

so zu den Rosen hernieder gelassen,

ich vergaß die Wolken,

die Vögel,

den Regen…

selbst die Sonne

begann zu verblassen.

In mir stiegen geballte Erinnerungen auf,

denn ich hab ihn schon einmal gesehen…

es zog mich zu ihm

und er nahm mich hinauf,

ohnmächtig

ließ ich es geschehen.

Er schuf mir ein Bettchen mit blauem Laken,

eingelullt in weiße Decken und Kissen…

so weich wie Watte

und so warm wie der Sommer…

wie konnt ich nur aufhören ihn zu missen?

Aufbrausend und stürmisch,

so konnte er sein…

stur und wollend,

genau wie ein Kind…

dennoch wärmte er mich

und er wusch mich rein

und ich lockerte ihn…

wie ein Wind.

Sein Einfluss auf die Jahreszeiten

und sein unermüdlicher Drang…

nach Veränderung und Beständigkeit,

war was die Rosen schließlich bezwang.

In meinen Gedanken blühten sie ab

und mein Himmel erstrahlte für mich,

denn dort durfte ich

sein wie eine Rose…

die schön blüht und schön duftet,

doch niemals sticht.

Zwischen Wolken fühlte ich mich niemals allein,

zwischen Wolken war das Leben nicht schwer…

keine Rose sollte ohne Himmel sein

und unwissend

um seinen Wert.

Wachstum und Blühte

erzeugt durch Sonne und Regen…

so ist er der Rose größter Seegen

und vor Freude der Himmel niemals trübt,

wenn er sieht wie das Röschen

beständig blüht.

Sie sind am schönsten gemeinsam

und beide weniger einsam…

ein Nehmen und Geben,

so ist das im Leben.

thomas kleinstück, 18.08.2009

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