Der Weg ist das Ziel
Aller guten Dinge sind drei! Tatsächlich muss ich mich mindestens drei mal anmelden und drei mal wieder rausschmeißen lassen, bevor ich als Nutzer des Dashboards akzeptiert werde… das macht mich rasend!! Aber gut, nu bin ich ja drin und kann damit anfangen mein Anliegen des heutigen Tages zu schildern. Sicherlich ist den Lesern… in so fern noch vorhanden… dieses Blogs nicht entgangen, dass sich hier ein wenig verändert hat und damit meine ich nicht nur die Verminderung der Kategorien und das zusammenfassen einiger Kategorien… sondern wenn man so will der ganze Blog seit seines Bestehens. Eine Veränderung in seinem Werdegang… so will ich es mal nennen… und ich nehme mir raus zu behaupten dass diese Veränderung als Dekadent einzustufen ist… ich darf das, ist ja schließlich mein Blog.
Als ich vor etwas mehr als einem Jahr begonnen habe dieses so genannte Internettagebuch zu schreiben, war ich zunächst voller Eifer und euphorisch bei der Sache. Zunächst schrieb ich beiläufige, kleine, aber regelmäßige Einträge und als ich merkte dass dieses Zeug, obgleich es manchmal schwer zu verstehen war, tatsächlich gelesen wird, spornte mich das an und ich fing an noch intensiever und ausschweifender zu schreiben… ich wollte mich immer wieder neu übertreffen. Manchmal klappte es und manchmal nicht. Der Grund dafür warum ich schrieb und mich damit maßgeblich befreite und immer ein Stück besser fühlte ist einfach, es galt einen Bruch zu überwinden… zu verdauen… eine fehlgeschlagene Beziehung zu verarbeiten. Das ging nicht immer aus meinen Worten hervor und brachte einen Haufen surealer Texte hervor, die in erster Linie diversen Stimmungen unterlagen und von denen inspiriert wurden.
Doch Gefühle vergingen, es kamen neue Menschen, neue Situationen und mein Wollen wandelte sich von der Einsamkeit zur Nähe. Plötzlich waren da Menschen und ich redete mich frei und mein kleiner Blog begann gehörig darunter zu leiden… ich vernachlässigte ihn ganz arg und immer dann wenn ich mal etwas posten wollte überschlugen sich die Worte und ellenlange Satzgefüge waren das Resultat. Nicht immer schlecht doch meist ohne Liebe geschrieben. Ich überlegte was ich schreiben könnte denn schließlich ist es im Laufe der Zeit ein kleines Hobby von mir geworden und ich kam auf Gedanken, die ich aber bald wieder verwarf oder sie nie zu Ende dachte. Immer wieder entstand ein neues Kleines Stück Dresden und immer wieder stand ein neues Kleines Stück Dresden im Raum und wurde nie vollendet.
Wenn man so will ist dieser Blog eine Reflektion meiner selbst. Er symbolisiert das selbe sprunghafte Wesen, welches tief in meinem Geiste verankert ist und auf welches ich mit meinen fünfundzwanzig Lenzen nicht besonders stolz bin. Denn Dinge nie zur Vollendung zu bringen ist keine Tugend der man ewig anhaften sollte und eher eine Charaktereigenschaft die man einem fünf jährigen verzeiht aber nicht mir. Letztendlich ist es nicht nur der Blog allein, sondern in vielen Bereichen meines Lebens lege ich eine gewisse Unstetigkeit und nicht genügend Ausdauer an den Tag und das wurmt mich, das könnt ihr mir glauben. Ich habe beschlossen und möchte es versuchen diesem sprunghaften Dasein ein wenig entgegen zu wirken. Immerhin meine Arbeit und meine Familie zeugen von Beständigkeit in meinem Leben und dafür bin ich dankbar.
Als erstes möchte ich versuchen meinen Blog wieder mit regelmäßigen Beiträgen zu bestücken und zu nähren. Auch wenn dieser Beitrag schon wieder etwas anderes vermuten lässt, möchte ich mich versuchen kurz zu fassen und dafür möglichst täglich, aber mindestens dreimal in der Woche etwas zu schreiben. Das ist als Etappenziel nicht zu hoch gesteckt und eigens dazu habe ich eine neue Kategorie eingeführt, die sich den Worten des Konfuzius bedient und sich:”Der Weg ist das Ziel”, nennt… auch wenn der Ausspruch eine philosofische Ausrede für Menschen mit mangelnder Selbstdisziplin ist. Back to the roots lautet die Devise und so werde ich diesen Blog als seine Ursprüngliche Bedeutung benutzen und nicht als Ablageplatform für meine Geschichten. Es soll ein Internettagebuch sein. Schlicht gehalten, kurz und bündig, nicht immer spannend aber immer nahe bei mir und vor allem soll er beständig sein… jawohl das soll er!
am 22. Oktober 2009 um 19:33 Uhr.
nun denn. ich freu mich auf das was kommt.