Der Striezelmarkt noch leer, doch die Luft war schwer…

Gestern war Feiertag und ich hatte zu… nein frei natürlich und ich schlief ausgiebig die Müdigkeit aus meinem kleinen Körper. Zum sehr späten Nachmittag setzte ich mich dann erst mals wirklich in Bewegung und mein Weg führte mich in die Stadt hinein und hätte nicht ein anhaltendes, wohlbekanntes Geräusch meinen Blick auf sich gezogen, so hätte ich den Altmarkt wahrscheinlich garnicht gefunden. Denn ein Hubschrauber zog nicht suchend seine Kreise, sondern stand lauernd in der Luft und schien auf etwas zu warten. Er befand sich Direkt über dem Altmarkt, wo die Vorbereitungen für den Striezelmarkt in den letzten Zügen sind und tatsächlich ist etwas neues sehr auffällig. Die Buden sind dieses Jahr nicht so monoton angeordnet… man erinnert sich an parallel angeordnete Gassen, die mit ihren Horden von Süßkram und Klimbim beim erkunden kein Ende nehmen wollten… sondern wirken spontan gesetzt und lockern das Gesamtbild, wie ich finde, erheblich auf… gefällt mir. Doch meine Stimmung war alles andere als locker, als ich dort eintraf. Benebelt ging ich meiner Wege und der Himmel war schwer von Intolleranz und Agression erfüllt. Polizei… in Massen… bezog Stellung und schien auf das schlimmste gefasst zu sein. Es war still, wie die Ruhe vor dem Sturm, und man rechnete jeden Moment damit, dass ein Sturm aus Schmerzen über einen hereinbrechen wird und erst dann ein Ende haben wird, wenn man das Licht am Ende des Tunnels erblickt. Kalte Schauer liefen mir den Rücken hinunter, beklemmende Nervosität stieg in mir empor und ich war der Meinung, dass sich genau so ein Krieg anfühlen musste… nie wissend wann es los geht, nie wissend wie laut es wird… wie sehr es schmerzt… und wann es endlich vorbei sein wird. Doch ich überstand meinen einsamen Weg und mir wurde klar, dass hier kein Krieg im Gange war… sondern Fussball! So erquickend dieses Erlebnis für seine Fans auch sein mag, so niederschmetternd ist das Gefühl, wenn ich daran denke, dass es in der Stadt nur so wimmelt von stark alkoholisierten Fussballvernatikern… die randalieren, weil Dynamo verloren hat… die randalieren, weil Dynamo gewonnen hat… es macht keinen Unterschied, denn das Phänomen ansich… macht mir Angst!

Doch dies ist nicht der Grund warum ich in der Stadt war. Ich war auf dem Weg ins Kino und wollte “Eine Weihnachtsgeschichte” anschauen, was ich auch tat, aber Charles Dickens verdient einen eigenen Blogeintrag… das hat er sich verdient!

4 Kommentare zu “Der Striezelmarkt noch leer, doch die Luft war schwer…”

  1. Danny

    Da fällt mir was ein… Weißer Glühwein ;-)

  2. Heffa

    Von dem ich noch immer nicht weis wie er schmeckt. Dabei fällt mir ein, dass Dresden dieses Jahr gar kein Winterdorf bietet… wie kommts?

  3. Danny

    Auf’m Postplatz.

  4. Heffa

    Uhi, dort hab ich noch nicht gesucht… ;O)

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