“Der Spross”

Glitzernd verhallen die Stimmen, gepeitscht vom Atem der Stadt. Sie versickern in cremigem Puder, es ist trocken, staubig und matt.

Hinweg vom Safte und Duft, sauber spühlt sich die Luft und es kröhnt sich der Himmel erhaben, mit einem Reif aus sieben Farben.

Und irgendwo zwischen Kies und Asphalt, ist ein Spross der die Erde durchbricht… von Kahlheit umgeben und mit Perlen gegossen, getaucht in Schatten und Licht.

Er strebt nach oben der Sonne entgegen und der Regenbogen ist seine Straße ins Leben. Am Topfe voll Gold und am Kobold vorbei, greift er nach den Sternen… denn er ist wieder frei.

Zerknittert und schwach, noch verwirrt und sehr klein… doch er wächst und wird wach, macht seine Schritte bedacht… blühend und lebend möcht er wieder sein.

thomas kleinstück, 29.04.2009

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