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	<title>Kleines Stück Dresden und die Welt drumherum &#187; Gedichte</title>
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		<title>Behüter der Momente&#8230;</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Jul 2010 20:08:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Kleinstück</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[Regen, Regen falle sanft, lösch ab die erhitzten Gemüter und forme in unseren Träumen aus Glas, einen Engel, einen stummen Behüter. Wiese nähr dich, Leben zehr dich, leg ab der Tage Pein&#8230; wasch die Gedanken die in der Wüste versanken, von Trübsal und Missmut rein. Falle, falle reiner Regen, schwemm fort die Melancholie, auch wenn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Regen, Regen falle sanft, lösch ab die erhitzten Gemüter und forme in unseren Träumen aus Glas, einen Engel, einen stummen Behüter.</p>
<p>Wiese nähr dich,</p>
<p>Leben zehr dich,</p>
<p>leg ab der Tage Pein&#8230;</p>
<p>wasch die Gedanken</p>
<p>die in der Wüste versanken,</p>
<p>von Trübsal und Missmut rein.</p>
<p>Falle, falle reiner Regen, schwemm fort die Melancholie, auch wenn wir einen Platz in der Sonne suchten, doch verbrennen sollt sie uns nie.</p>
<p>Gedanke wehr dich,</p>
<p>Besinnung kehr dich,</p>
<p>die Zukunft ist nicht verloren&#8230;</p>
<p>denn Momente werden</p>
<p>im Geiste nicht sterben,</p>
<p>und Tag für Tag neu geboren.</p>
<p>Und der Engel, der jene Träume trägt&#8230; jede Wolke durchbricht, obgleich er nicht immer Hoffnung sät, so wandelt er dennoch im Licht.</p>
<p>thomas kleinstück, 23.07.2010</p>
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		<title>Der Dresdner Juli</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Jul 2010 16:34:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Kleinstück</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf den Straßen vorm Haus wälzen Blechlawinen, wie ein Lavastrom heiß und flimmernd. Menschen gefangen in der Klimahölle, entnervt, verschwitzt und wimmernd. Zu warm, um in den Schatten zu hechten, zu lahm, um sich auf Arbeit zu knechten, zu brennend um sich in die Sonne zu legen, eine Zeitlupenwelt, bloß nicht bewegen. Doch im bläulichen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf den Straßen vorm Haus wälzen Blechlawinen, wie ein Lavastrom heiß und flimmernd. Menschen gefangen in der Klimahölle, entnervt, verschwitzt und wimmernd.</p>
<p>Zu warm, um in den Schatten zu hechten, zu lahm, um sich auf Arbeit zu knechten, zu brennend um sich in die Sonne zu legen, eine Zeitlupenwelt, bloß nicht bewegen.</p>
<p>Doch im bläulichen Schatten zwischen Sandsteinskulpturen, unter dem dichten Dach der Platanen, zu Füßen des Reiters, der wie die Sonne glüht, lässt ein Hauch von Urlaub sich erahnen.</p>
<p>Touristen sitzen dort auf den Bänken, Kellner sieht man Bier ausschenken, Violinenspieler erfüllen die Luft, neben Eis-, Kaffee- und Kuchen-Duft.</p>
<p>Die Ufer des Wassers liegen in Sicht, die Elbe scheint ein göttlicher Ort, doch frohlockt sie bei Wüstentemperaturen nicht, denn kaum Bäume und Sträucher gibt es dort.</p>
<p>Keinen Mensch kann man hier im Grase sehen, nur laue Lüftchen spürt man wehen, umsäuselt von See- und Brackwasser-Atem, liegt die Cosel und der Starke an ihrem Kai und warten.</p>
<p>Auf die Blitzlichter die sie von oben blenden, auf die Feriengäste die sich der Altstadt zuwenden und in die Brunnen im Zwinger und auf der Prager Straße, ihre Füße stecken und in die Gischt ihre Nase.</p>
<p>Ein Müßiggang für jung und alt, der Sommer hält alles in seiner Gewalt, selbst den Bienen und Spatzen fällt das fliegen schwer, einen so heißen Juli sah Dresden lang nicht mehr.</p>
<p>Am Tage über uns der Himmel brennt, nur die Nacht ein Fünkchen Erbarmen kennt und in satten Grün steht noch jeder Baum, so wird die Nacht der Schlösser zum Sommernachtstraum.</p>
<p>Ja die Julinächte mit ihren grünen Feen, im Rosengarten kann man sie sehen, sie tanzen auf dem Rosenball, zum lieblichen Gesang einer Nachtigall.</p>
<p>Auch in der Heide und im Prießnitzgrund, wo die Luft nicht versmogt sondern scheinbar gesund, wo des Tages die Hunde zu ihren Herrchen kläffen, kann man im Schutze der Nacht Glühwürmchen treffen.</p>
<p>So schönes birgt der Dresdner Juli, wir müssen es nur sehen. Es genießen und auf Tuchfühlung mit unserer Umgebung gehen. Macht die Nächte zum Tage, geht wandern, geht baden, genießt diese traumhafte Zeit, denn die kalten und ungemütlichen Stunden stehen nicht all zu fern schon bereit.</p>
<p>Zu lang war der Winter, man ersehnte den Sommer, ein Sonnenbad auf dem Balkon und Wünsche sollen doch in Erfüllung gehen, also nutzt es und habt etwas davon!</p>
<p>thomas kleinstück, 12.07.2010</p>
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		<title>&#8220;Madame Paprika&#8221;</title>
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		<pubDate>Mon, 24 May 2010 12:54:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Kleinstück</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[Es war einmal eine Jungfer, ihrer Reize sich durchaus bewusst und so wählte sie sich einen Mann aus, der ausreichend stillte ihre Lust. Sie spitzte lasziv im liegen, zum Kusse ihre Lippen, doch im stehen äußerte sie sinnlich, ganz andere vulgäre Bitten. Ihr fiel es wahrlich nicht schwer, einen Mann für sich zu finden, denn mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es war einmal eine Jungfer, ihrer Reize sich durchaus bewusst und so wählte sie sich einen Mann aus, der ausreichend stillte ihre Lust.</p>
<p>Sie spitzte lasziv im liegen, zum Kusse ihre Lippen, doch im stehen äußerte sie sinnlich, ganz andere vulgäre Bitten.</p>
<p>Ihr fiel es wahrlich nicht schwer, einen Mann für sich zu finden, denn mit Äußerlichkeiten schaffte sie es, alle an sich zu binden.</p>
<p>Doch Senior Peperoni war ihr zu spitz und Monsieur Cornichon zu genoppt, Mr. Karotte kam ihr zu dürr daher, doch Herr Gurke, den fand sie top!</p>
<p>Sein Anzug im reinsten Knoblauchweiß, war mit Salzkristallmanschetten besetzt und ihre Stola aus Frühlingszwiebellauch, war ebenso kostbar benetzt.</p>
<p>So vermählten sich Herr Gurke der Grüne und Madame Paprika die Rote. Er, ein länglicher Kürbis und sie, die formschöne Schote.</p>
<p>Sie spazierten durch Haine von Oliven, hausierten im Palast ganz aus Feta und badeten im Meer aus Weißweinessig, flitternd und turtelnd auf Kreta.</p>
<p>Doch unser Märchen, diese kleine Geschichte, neigt sich wie alles dem Ende entgegen, denn vereint im Griechischen Salat, fanden beide schließlich ihren Segen.</p>
<p>17.05.2010, Thomas Kleinstück</p>
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		<title>&#8220;Der Kartoffelherbst&#8221;</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Apr 2010 16:25:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Kleinstück</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[Es war die Kartoffel, die sich ergab und in der Pfanne, gefettet, zwischen Zwiebeln gebettet, dem finalen Feuer erlag. Ich schenkt ihr Begleiter, etwas Farbe im Leben, vielleicht noch Kümmel, den mag nicht jederman, doch Majoran sollte unbedingt dran, all das wird ihr Höhen und Tiefen geben. Ich gab noch etwas Finesse hinzu, etwas Salz, Pfeffer und Paprika, ein paar Schinkenwürfel passen wunderbar und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es war die Kartoffel, die sich ergab und in der Pfanne, gefettet, zwischen Zwiebeln gebettet, dem finalen Feuer erlag.</p>
<p>Ich schenkt ihr Begleiter, etwas Farbe im Leben, vielleicht noch Kümmel, den mag nicht jederman, doch Majoran sollte unbedingt dran, all das wird ihr Höhen und Tiefen geben.</p>
<p>Ich gab noch etwas Finesse hinzu, etwas Salz, Pfeffer und Paprika, ein paar Schinkenwürfel passen wunderbar und so geschmackvoll pruzelnd kam sie schließlich zur Ruh.</p>
<p>Sie war tief durchdrungen von eigener Stärke, so delikat zubereitet, in Vollendung gekleidet, avancierte sie zu einem Meisterwerke.</p>
<p>Meine Pfanne kam gleich dem Erdenrund und von erdenen Tönen erfüllt, von würziger Luft gänzlich umhüllt, war der Herbst der Kartoffel darin ebenso bunt.</p>
<p>thomas kleinstück, 18.04.2010</p>
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		<title>Es ist der Frühling!</title>
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		<pubDate>Thu, 25 Feb 2010 16:04:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Kleinstück</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[An Tür und Fenster klopft es an, ich bitte freundlich herein und lass mich von lauen Wogen umgarnen, umsäuseln von herrlichem Vogelgesang. Welch milder Gesell mag das sein? Aus künstlich Tag trat ich heut hervor und kniff die Augen zusammen, mit heiteren Stimmen drang er mir ans Ohr und lau, strich er mir über die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>An Tür und Fenster klopft es an, ich bitte freundlich herein und lass mich von lauen Wogen umgarnen, umsäuseln von herrlichem Vogelgesang. Welch milder Gesell mag das sein?</p>
<p>Aus künstlich Tag trat ich heut hervor und kniff die Augen zusammen, mit heiteren Stimmen drang er mir ans Ohr und lau, strich er mir über die Wangen.</p>
<p>Er war mir bekannt, doch die Erinnerung blass und dennoch lies ich es zu, dass er auf Schritt und Tritt hinter mir stand, welch schöner Begleiter bist du?</p>
<p>Die Welt steht heut still und atmet tief ein und suhlt sich mit samt ihrem Volke, im ersten warmen Sonnenschein, in einer weichen kuschligen Wolke.</p>
<p>Des Winters erster, von drei Verwandten, meldet sich wieder zurück und formt die Welt heut ohne Ecken und Kanten und gibt ihr ein Lächeln zurück.</p>
<p>Ein Funken der Hoffnung schürt verschämtes Gekicher und bringt die ersehnte Wende. Es ist der Frühling! Da bin ich mir sicher! Der dunklen Tage Ende.</p>
<p>thomas kleinstück, 25.02.2010</p>
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