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	<title>Kleines Stück Dresden und die Welt drumherum &#187; Bücher, Filme und Theater</title>
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		<title>&#8220;Ein geschenkter Tag&#8221; von Anna Cavalda</title>
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		<pubDate>Wed, 19 Jan 2011 23:10:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Kleinstück</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bücher, Filme und Theater]]></category>
		<category><![CDATA["Ein geschenkter Tag" von Anna Cavalda Dresden Thomas Kleinstück]]></category>

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		<description><![CDATA[So wie ich erfolgreich &#8220;Das Labyrinth der Wörter&#8221; entwuselt und mich einem Spaziergang unter der Frühlingssonne gleich wieder herausgefunden habe überkam mich plötzlich ein Gefühl&#8230; &#8230; &#8220;Ich wünschte mir, dass irgendwo jemand auf mich wartet&#8221; und als ich den Stapel noch ungelesener Bücher sah, welcher glücklicher Weise von mehr Fülle gesegnet ist, als sich Erinnerungen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>So wie ich erfolgreich &#8220;Das Labyrinth der Wörter&#8221; entwuselt und mich einem Spaziergang unter der Frühlingssonne gleich wieder herausgefunden habe überkam mich plötzlich ein Gefühl&#8230;</p>
<p>&#8230; &#8220;Ich wünschte mir, dass irgendwo jemand auf mich wartet&#8221; und als ich den Stapel noch ungelesener Bücher sah, welcher glücklicher Weise von mehr Fülle gesegnet ist, als sich Erinnerungen an ausrangierte Liebhaber in meiner Molle suhlten&#8230; umgekehrt wäre es weitaus weniger erträglich, war ich mir sicher, dass auch dieser Wunsch mir in Erfüllung gehen sollte.</p>
<p>Denn mit dem Adieu Marie-Sabine Roger, kam gleichermaßen ein Salut über meine Lippen und ich schloss, eine mir gute, alte Bekannte in die Arme, von welcher mir zwei Dinge noch in wohl gehegter Erinnerung lagen, denn ich wusste&#8230;</p>
<p>&#8230; mit ihr &#8220;zusammen, ist man weniger alleine&#8221; und jener Tatsache war ich mir bewusst denn&#8230;</p>
<p>&#8230; &#8220;Ich habe sie geliebt&#8221;&#8230;</p>
<p>&#8230; und so ließ ich mich ein Stück meiner weiteren Wege von Anna Cavalda begleiten und sie schenkte mir ihrer Seits einen Tag. Denn vielmehr benötigte es nicht um die 138 Seiten ihres Neulings zu durchschwimmen und mich von den Wellen dieses zauberhaften Roadtrips forttragen zu lassen.</p>
<p>Dass sie sich einen Platz am Tische meiner Lieblings Autoren und Autorinnen ergattert hat ist nichts neues und oft schon habe ich sie erwähnt und auf ihre fabelhaften Künste hingewiesen. Doch dass sie es auch immer wieder schafft ihren Thron erfolgreich zu verteidigen ist im Grunde genommen sogar mir ein Rätsel&#8230; klingt komisch, ist aber so&#8230;</p>
<p>Denn anders als die meisten Schriftsteller, welche sich um durchstrukturierte und in sich geschlossene Geschichten bemühen, hat man bei Anna ihren Erzählungen das Gefühl, dass sie aus dem Nichts heraus beginnen und im Nirgendwo enden würden&#8230; viel Platz für Eigeninterpretation ist also vorprogrammiert und keinesfalls negativ zu wehrten!</p>
<p>Schlägt man das Buch &#8220;Ein geschenkter Tag&#8221; das erste mal auf, so ist es, als würde man in alten, ewig verborgenen Tagebüchern stöbern und willkürlich eine Seite darin aufschlagen um einfach mit dem lesen zu beginnen. Zunächst hat man mühe sich hinein zu versetzen&#8230; ähnlich als würde man nach etlichen Jahren wieder beginnen &#8220;Gute Zeiten, schlechte Zeiten&#8221; zu gucken&#8230; doch es dauert nicht lang und die vertraute Sprache und das blumige Gefühl ihrer Art zu schreiben berauben einen der Realität und ehe man sich versieht, sitzt man mit Simon, Garance und Carine im kleinen roten Vehikel und ist auf dem Weg zu der Hochzeit eines Verwandten&#8230;</p>
<p>Ein Ehemann welcher vielmehr seine Frau erträgt, als sie zu lieben&#8230; eine Ehefrau, welche in jeder Mikrobe das Ende ihres eigenen Lebens wittert und die Schwägerin, ihres Zeichens Schwester des Mannes, welche sich aus Viren und Bakterien absolut gar nichts macht und auf Grund eines ungeschickten Händchens mit Männern, ein unabhängiges, unbeständiges Lotterleben führt, legen Gespräche und Gedanken an den Tag, welche zum Schmunzeln, Nachdenken und Beobachten anregen.</p>
<p>Man befindet sich auf einem Roadtrip in die verworrenen Konstrukte einer Patchworkfamilie und erwartet brav angeschnallt auf dem Rücksitz sitzend das dazu stoßen von Lola&#8230; der zweiten Schwester im Bunde und eben so frei wie die erste weil, grade frisch geschieden&#8230; ihr seht also an Gesprächsstoff ist eine Menge vorhanden, an Langeweile ist nicht zu denken und man rast in einer roten Ente geradewegs auf den Gipfelpunkt zu, welcher darin besteht, dass der vierte Geschwisterteil der Hochzeit nicht beiwohnen wird und die übrigen Geschwister sich klangheimlich aus dem Staub machen um ihren Bruder zu besuchen.</p>
<p>Den Dunstkreis ihrer zusammengewürfelten Familie hinter sich lassend, tauchen die vier für einen Tag und eine Nacht noch einmal in die Gefühlswelten der Vergangenheit ab und genießen eine Zeit, von der ein jeder von ihnen glaubte, dass sie längst verloren gegangen ist und dass sie so nie wieder statt finden würde&#8230; sie holten sich das wohlige, unbeschwerte Gefühl ihrer Kindheit zurück und schenkten sich somit einen traumhaften Tag.</p>
<p>Und ich? Ich erhielt das Geschenk mitten drin statt nur dabei zu sein, denn wie keine andere versteht es Anna Cavalda mich in ihren Bann zu ziehen.. mich zu fesseln&#8230; mich schmunzeln, lachen und weinen zu lassen&#8230; mich zum beobachten zu verführen und mir zu wünschen, dass dieses Buch nie ein Ende finden würde.</p>
<p>Denn es fühlte sich genauso an, wie die Szenerie, welche erhaben den Einband ziert&#8230; eine rote Ente in mitten eines endlosen Meeres aus blühendem Lavendel!</p>
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		<title>&#8220;Das Labyrinth der Wörter&#8221; von Marie-Sabine Roger</title>
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		<pubDate>Wed, 12 Jan 2011 00:29:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Kleinstück</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bücher, Filme und Theater]]></category>

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		<description><![CDATA[Nun, es ist schon verwirrend. Denn mit dem Lesen verhält es sich bei mir ebenso wie mit der Liebe&#8230; &#8230; wenn mich der Eifer für ein Buch oder einen Mann packt, dann halte ich daran fest und verbeiße mich darin&#8230; ich möchte es gar nicht wieder zuschlagen, oder ihn&#8230; nicht wieder hergeben. Ich koste die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nun, es ist schon verwirrend. Denn mit dem Lesen verhält es sich bei mir ebenso wie mit der Liebe&#8230;</p>
<p>&#8230; wenn mich der Eifer für ein Buch oder einen Mann packt, dann halte ich daran fest und verbeiße mich darin&#8230; ich möchte es gar nicht wieder zuschlagen, oder ihn&#8230; nicht wieder hergeben. Ich koste die Geschichte bis zum letzten Satz aus und genieße jede Sekunde&#8230; kaum dass ich es erwarten kann mich wieder vernarrt damit zu beschäftigen oder ich einfach nur vertieft und versunken den Werdegang der Geschichte genieße&#8230; ihn fließen lasse und sehe was passiert&#8230;</p>
<p>&#8230; einfach so davon ablassen und es bei Seite legen gehörte nie zu meiner Art&#8230; was wohl dem Sternzeichen zu verschulden ist, unter welchem ich geboren wurde&#8230; ja ja, der Stier packt mich bei den Hörnern&#8230; ein Teufelskreis wenn man so will!&#8230;</p>
<p>Denn es ist wie ist ist&#8230; sowohl Buch und Mann, hatten in meinem Leben bisher immer eine letzte Seite und ich war gezwungen mir über kurz oder lang etwas neues zu suchen und nicht selten und andauernd sind die Durststrecken, in denen ich weder mit dem einen noch dem anderen anzutreffen bin.</p>
<p>Die Lust zum Lesen, als auch die Lust zur Liebe zählen in meinem Alltag zu einem sehr sporadisch gesäten Vergnügen&#8230; das ist eine Tatsache!</p>
<p>Doch eine Tatsache ist es auch, dass das Jahr grade mal zwölf jungfräuliche Tage auf dem Buckel hat und ich&#8230; nicht weniger als zwei Bücher auf meinem Gewissen und ein Drittes steht im Begriff leer gelesen zu werden, wenn denn die Euphorie weiter anhält&#8230; ich bin optimistisch.</p>
<p>Ihr seht also, dass mir der Hang zum unersättlichen Übertreiben inne wohnt und das Maß manchmal erst dann voll ist, wenn das doppelte von dem, was eigentlich hineinpasst, schon längst über die Ränder hinweg entronnen ist.</p>
<p>Dass dem so ist lässt mich ab und an glauben, dass ich schon irgendwie komisch bin&#8230; ein wenig skurril, wenn man so will&#8230; eine Eigenheit, die, wenn sie mir bei anderen auffallen würde, ich gerne als verkracht betiteln würde und genau dass ist es wohl, was &#8220;Das Labyrinth der Wörter&#8221; so unheimlich sympathisch macht&#8230;</p>
<p>&#8230; es handelt von Germain, ein trotteliger Hüne in der Blüte seines Lebens, dessen größtes Vergnügen im schnitzen, gärtnern und Tauben zählen besteht und dessen Gesprächsstoff mit seinen Kumpels, vom Niveau her, nie über den Tresen ihrer Stammlokalität hinausragt, was seinem Wortschatz wiederum nur den Platz in den unteren Schubladen der Gesellschaft gewährt&#8230;</p>
<p>&#8230; eine verkrachte Existenz, welcher verkrachte Familienverhältnisse anhängen und dieser Tatsache ist er sich durchaus bewusst.</p>
<p>Doch wäre das Buch nicht lesenswert, wenn es nur aus den frivolen und bedauernswerten Eskapaden eines zu groß geratenen Tölpels bestehen würde, nein&#8230; denn das Buch erfährt ebenso wie sein Protagonist eine zauberhafte Wandlung und jene ereilt ihn, als ihm eines Tages beim Tauben zählen im Park eine Person begegnet, welche ihn gar nicht mehr so alleine mit seiner Eigenheit dastehen lässt&#8230;</p>
<p>&#8230; Germain begegnet Margueritte&#8230; und sie ist das blanke Gegenteil von ihm&#8230; sie ist klug und wortgewandt, sie hat studiert und die Welt gesehen und&#8230; sie ist alt.</p>
<p>Jetzt werdet ihr sagen &#8220;Harold und Maude&#8221; lässt grüßen, aber so ist es ganz und gar nicht, denn während er mit der Unbeständigkeit und Unerfülltheit seines Lebens hardert, schlägt sie sich mit den einhergehenden Gebrechen des Alters herum&#8230; ihr seht also, die Ausgangsposition, auf der die Geschichte aufbaut, ist eine völlig andere.</p>
<p>Denn anders als Maude, bringt Margueritte ihrem Harold, in diesem Falle Germain, auf ganz ruhige und sanftmütige Weise die Lust am Leben näher&#8230; sie macht ihn mit der Gunst der Bücher vertraut&#8230;</p>
<p>&#8230; böse Zungen mögen behaupten &#8221; Ein Buch in dem es um Bücher geht&#8230; wie blöd ist das denn!?&#8221;&#8230; aber die Nachdenklichkeit, das Lernen und die Sinnsuche welche Germain mit betreten dieses Neulandes überkommen ist absolut bahnbrechend und fesselnd!</p>
<p>Jene Erzählung wird aus der Sicht von Germain geschildert und man hat doch tatsächlich das Gefühl, dass im Verlauf der Geschichte die Sprache von gewöhnlichem Pöbel zu vornehmen Hofadel heranwächst und Germain, für seinen Teil, über sich hinaus. Er findet Selbstvertrauen, eine Bezugsperson und die Liebe in seinem Leben und aus diesem Grunde ist die Geschichte um Germain und Margueritte auch so erzählens- und lesens-wert.</p>
<p>Sie zeigt uns mal wieder dass farblos nicht gleichermaßen uninteressant bedeutet&#8230; dass sich nicht immer gleiches mit gleichem gern gesellt und Geselligkeit nicht immer dem Hang zum Einsamsein vorzuziehen ist&#8230; ganz im Gegenteil&#8230;</p>
<p>&#8230; manchmal führt das aufsuchen der Einsamkeit zu sehr vielen Wahrheiten über sich selbst und so manch einen Deckel führt es zu seinem Topfe! Denn Begleiter, die dir in die Einsamkeit folgen und diese auch mit dir genießen können, sind wohl die wertvollsten Schätze, die man finden kann.</p>
<p>Ich möchte gerne den zwei Menschen danken, welche mir mit diesem Buch eine Freude und darüber hinaus eine Vorfreude bescherten&#8230; zwei, für mich, unbezahlbare Geschenke zu Weihnachten und für euch &#8220;ein&#8221; unersätzliches Glück&#8230; für welches ich mich von Herzen freue&#8230; für euch&#8230; mit euch&#8230; Tag für Tag!</p>
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		<title>&#8230; Männer al dente&#8230;</title>
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		<pubDate>Wed, 29 Dec 2010 22:05:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Kleinstück</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bücher, Filme und Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Der Weg ist das Ziel!?]]></category>

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		<description><![CDATA[Auch wenn meine kleine Abhandlung zeitlich gesehen noch vor dem heiligen Abend feststeckt, so seid beruhigt, denn der weihnachtlich angehauchte Zenit ist passè und die Charlotte Pompadour schwebt nun, gleich den anderen verirrten Schäfchen dieses Planeten, zwischen den Jahren und wird Stück für Stück verschlungen. An jenem Tage, als ich dem fehlenden Gefühl einen Namen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auch wenn meine kleine Abhandlung zeitlich gesehen noch vor dem heiligen Abend feststeckt, so seid beruhigt, denn der weihnachtlich angehauchte Zenit ist passè und die Charlotte Pompadour schwebt nun, gleich den anderen verirrten Schäfchen dieses Planeten, zwischen den Jahren und wird Stück für Stück verschlungen.</p>
<p>An jenem Tage, als ich dem fehlenden Gefühl einen Namen gab, verlor ich mich nicht, wie viele andere, in den winterlichen Wäldern von &#8220;Drei Haselnüsse für Aschenbrödel&#8221; und ich verfiel nicht dem himmlischen Liedchen des &#8220;Singenden Klingenden Bäumchens&#8221;&#8230;</p>
<p>&#8230; nein, ich ersetzte mein Sonntagsmärchen durch Mama Mia Miracoli und das hysterische Familienleben, in einer mediterranen Villa, unter der Sonne Süditaliens und schaute statt dessen einen Film von Ferzan Ozpetek&#8230;</p>
<p>&#8230; ich sah&#8230; &#8221; Männer al dente&#8221;&#8230;</p>
<p>&#8230; und wälzte mich in einer haushohen Portion Pasta, zu der ich mir das heimische Idyll der Familie Cantone einlud, welche mir&#8230;</p>
<p>&#8230; mit nicht weniger als einer ständig alkoholisierten, den wilden Zeiten nachtrauernden Tante&#8230; einem hysterischen, scheinbar frigieden, aber dennoch skurril warmherzigen Miststück als Mutter&#8230; gleich zwei schwulen Söhnen!&#8230; und einem Vater, welcher nur bei dem Gedanken daran einen Infarkt erleidet&#8230;</p>
<p>&#8230; dabei halfen die vielen Spaghetti zu vernichten.</p>
<p>Das gemeine Fußvolk der Familie&#8230; ihre Bediensteten&#8230; rührten natürlich ordentlich in der Napoli verkleisterten Schüssel mit und trugen zur Erheiterung des Kinos kräftig bei, denn in diesem Film trafen Dramen und galgenschwarzer Humor orkanartig aufeinander und garniert wurde das Ganze mit Hannah&#8230; der Großmutter und sehr direkten guten Seele des Hauses&#8230;</p>
<p>&#8230; sie war es die einen Mann heiratete, doch liebte sie einen anderen und lebte fortan mit dem Gefühl einer unerfüllten Sehnsucht. Auf deren Hochzeit nun alle mittanzten und ich&#8230; stieg in diesen herrlich sensiblen, urkomischen, aber dennoch ernst zu nehmenden Walzer mit ein&#8230;</p>
<p>&#8230; obgleich nämlich die Pointen in diesem Film sehr detailverliebt und punktgenau gesetzt wurden, &#8230;</p>
<p>&#8230;sie gaben sich quasi Schlag auf Schlag die Klinge in die Hand und man hatte Mühe sie zu entdecken und fand man sie erst&#8230; so ging es mir&#8230; hatte man Mühe mit dem Lachen wieder aufzuhören und so lief ich Gefahr die ein oder andere zu verpassen&#8230; macht aber nix, denn ich bin ein Mensch der bei Gefallen einen Film immer und immer wieder anschaut&#8230; ein &#8220;Zum Halse raushängen&#8221; kenne ich da nicht, &#8230;</p>
<p>&#8230; trägt dieser Film diesen konservativen und streng katholischen Unterton, wie er heut zu Tage noch allgegenwärtig im milden Italien ist und er kleidet eine schwulenfeindliche Denkweise in sonnige, von Wärme durchflutete Bilder und serviert sie uns als würzige Sauce und kernigen Parmesan über einem dampfenden Berg aus Penne und berührt damit unserer Sinne viele&#8230;</p>
<p>&#8230; doch genug der Lobhudeleien, denn noch allerhand Worte liegen mir auf der Zunge und ein Ende würde ich wohl nicht finden und so lege ich ihn jeden ans Herz und ordne das gute Stück in meine Liste der Filme unter dem Banner &#8220;Balsam für die Seele&#8221; ein &#8230; und besinne mich wieder und komme dort hin zurück, wo ich ursprünglich hinwollte&#8230;</p>
<p>&#8230; denn zwischen all den kleinen und großen Wahrheiten über das Leben, welche in &#8220;Männer al dente&#8221; auf uns herabrieseln, sprach mich eine ganz besonders an und ihr Echo hallte noch lange, lange nach&#8230; denn in einer Szene sprach Hannah über ihre Vermählung und ihre Liebe und sagte in einem sanften, in sich gegangenen Tonfall&#8230;</p>
<p>&#8220;&#8230; es war schön und dabei unbeschreiblich schwer&#8230; denn unerfüllte Liebe endet nie&#8230; und nur sie, bleibt uns für immer&#8230;&#8221;</p>
<p>&#8230; und jene Worte waren es, welche die wohlduftendste Scheiße formten, in die ich seit langem getreten bin.</p>
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		<title>&#8220;The Secret&#8221; von Rhonda Byrne</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Apr 2010 15:29:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Kleinstück</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich erinnere mich noch an den Tag, an dem ich das Buch das erste mal in der Hand hielt und wie es meinen Blick magisch anzog und mein Interesse erweckte. Ich las mir durch, was auf dem Einband geschrieben stand und wurde nicht klug aus dem Angepriesenen. Denn wie der Name schon sagt handelt es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich erinnere mich noch an den Tag, an dem ich das Buch das erste mal in der Hand hielt und wie es meinen Blick magisch anzog und mein Interesse erweckte. Ich las mir durch, was auf dem Einband geschrieben stand und wurde nicht klug aus dem Angepriesenen. Denn wie der Name schon sagt handelt es sich wohl um ein Geheimnis und so konnte man eine grobe Abhandlung der Geschichte auf der Rückseite des Buches kaum voraussetzen. Denn wäre dort geschrieben gewesen worum es in dem Buch geht, so wäre das Geheimnis kein Geheimnis mehr und der Kauf des Buches hinfällig gewesen. Alles was mich neugierig machte war lediglich die Aufmachung, der mystisch wirkende Schutzumschlag, das praktische, zierliche Taschenformat und nicht zuletzt die Folie, in welches das Buch geschweißt wurde, um zu verhindern dass man auch nur einen winzigen Hinweis darauf bekommt, was sich darin verbarg. Kurzum, ich stellte mir vor dieses Buch zu lesen und ich wünschte es mir auch innerlich, doch mein Geldbeutel zum gegebenen Zeitpunkt lies es nicht zu und auch sonst sprach mich in diesem Augenblick kein anderes Buch an. Ich verließ den Laden also mit leeren Händen, aber dem Bildnis des Buches vor meinem geistigen Auge.</p>
<p>Ich denke der Zeitpunkt dieser Begebenheit ist unlängst verjährt, doch die Erinnerung verblasste nie. Ich kann mich noch daran erinnern, als ich das erste mal &#8220;Sex and the City &#8211; Der Film&#8221; sah. Nun, ich mache keinen Hel darum das ich ein Liebhaber dieser Serie bin und daher sämtliche Staffeln, einschließlich des Films, in meinen heimischen vier Wänden beherberge&#8230; immerwieder und jederzeit abrufbar, ganz so wie ich es mag. Im Film gibt es diese Szene, mancheiner erinnert sich vielleicht. Samantha sitzt im Liegestuhl am Strand ihres mehr oder minder kleinen Häuschens am Meer, irgendwo in Malibu oder wo auch immer. In eben dieser Szene stöbert sie friedfertig in einem Buch und wie es der Zufall so will, da war es wieder&#8230; The Secret. Ich erkannte es sofort! Nicht das ich gleich darauf in den nächsten Laden gerannt wäre und mich des Buches bemächtigt hätte, es musste erst nochmal aus meinem Gedanken verschwinden, als ich irgendwann gedankenfrei in die Buchhandlung meines Vertrauens ging, um meinen Vorrat an allabendlicher Lektüre wieder aufzustocken. Und was soll ich sagen, der Moment schien günstig. Ich sah es, ich nahm es und schließlich erwarb ich es und verlor mich am selben Abend noch darin.</p>
<p>Wer jetzt denkt, ich offenbare hier all das was in diesem Buch geschrieben steht, der hat sich leider geschnitten. Auch fehlen mir die Worte um es in irgendeiner Weise schmackhaft zu machen. Ich kann nur kurz schildern, was ich in etwa empfand als ich das Buch gelesen habe. Es gehörte zu jenen Büchern, die ich gar nicht mehr aus der Hand legen wollte und ich fühlte mich so wohl wie schon lang nicht mehr, als ich es las. Tatsächlich kann man sagen, dass ich mit jeder Seite ein Stück weit glücklicher wurde und das beste ist, dieser Zauber ist nicht mehr verflogen, seit ich es aus der Hand gelegt habe. Es ist so. Manch einer, der dieses Buch liest wird es wohlmöglich als Scharlatan deklarieren und beiseite legen, denn das Geschriebene soll Wirkung zeigen und dementsprechend ist es auch geschrieben, aber&#8230; sollte man auch nicht mit dem Buche einverstanden sein und ich, das geb ich zu, bin durchaus einverstanden damit, so ist der Grundgedanke dieser Lektüre keinesfalls außer Acht zu lassen und wenn man sich diesen beherzigt, kann man, meiner Meinung nach, nichts falsch machen und schon gar nicht falsch leben.</p>
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		<title>&#8220;Ich habe sie geliebt&#8221; &#8211; Anna Gavalda</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Mar 2010 16:31:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Kleinstück</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Welch Unglück ist mir widerfahren? Welch Unglück, dass ich mich so sehr nach der letzten Nacht verzehre und zu ihr zurück sehne und doch, ich bin nicht unglücklich. Denn mir ist schönes zu Teil geworden und das habe ich mir doch gewünscht. Sicherlich, ich tat nicht gut daran es der Art zu verschlingen und obgleich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Welch Unglück ist mir widerfahren? Welch Unglück, dass ich mich so sehr nach der letzten Nacht verzehre und zu ihr zurück sehne und doch, ich bin nicht unglücklich. Denn mir ist schönes zu Teil geworden und das habe ich mir doch gewünscht. Sicherlich, ich tat nicht gut daran es der Art zu verschlingen und obgleich mir der Schlaf heute sicherlich besser zu Gesicht gestanden hätte, habe ich es dennoch getan.</p>
<p>Ich vollbrachte was ich mir vorgenommen habe und bin auf schnellsten Wege in die Buchhandlung geeilt. Mein Objekt der Begierde stand fest und gestern sollte es endlich soweit sein. Es sollte über die Theke hinweg in meine Hände wandern und den Titel &#8220;Mein Eigen&#8221; tragen und mit Vorfreude im Sinn, trug ich es nach hause, wo ich mich darin verlor. Ich weis nicht so recht woher mein Fimmel für französische Autoren und deren literarische Werke kommen mag, aber irgendwie scheinen sie das Geheimrezept zu kennen. Das Rezept für:&#8221; Wie verzaubere ich einen Thomas und ziehe ihn in meinen Bann?&#8221;</p>
<p>Drei Stunden für Einhundertfünfundsechzig Seiten&#8230; ok, ich gebe zu ich bin kein besonders schneller Leser&#8230; aber das einzige Buch welches ich bisher geschafft habe an einem Tag zu lesen, war der kleine Prinz und haben wir es ja wieder&#8230; die Franzosen! Chloé wurde von ihrem Gatten wegen einer anderen sitzen gelassen und wird von ihrem Schwiegervater, der in seiner Gefühlskälte und Emotionslosigkeit als Kotzbrocken in die Geschichte der Familie eingehen wird, in ein Landhaus eingeladen, wo sie mit ihren Kindern ein paar ruhige Tage, jenseits des &#8220;Sitzen gelassen werdens&#8221; verbringen soll. Aber was sollte sie wohl von dem Gedanken abbringen? In einem Haus, in dem die Erinnerungen tief verwurzelt sind und dann noch mit ihrem unnahbaren Schwiegervater Pierre, der als unantastbare Autorität auf dem Thron der Familie sitzt&#8230; ja sogar mehr auf alle herabschaut als mit ihnen zu sein. Ungesprächig gibt sie sich zunächst und lässt mehr ihre eigene Tragödie revue  passieren als dass sie irgend etwas anderes wollte. Doch der in die Tage gekommene Mann gibt sich mühe und erwischt sie schließlich in einem einsamen Moment um ihr ein Gespräch förmlich aufzuzwingen. Er redete einfach und ihr blieb fast nichts anderes übrig als zu lauschen und je mehr er erzählte, um so lieber tat sie es und sie wünschte sich, dass er nicht aufhören würde zu reden. Der Abend, die Nacht und das kleine Landhaus wurden zu einer Art Beichtstuhl und sie hörte eine Geschichte, welche ihrer gar nicht mal so unähnlich war. Eine Geschichte, die einem Leben entsprungen ist, über welches sie bis zu diesem Moment noch nichts wusste und bis zu diesem Tage auch gar nichts erfahren hätte wollen. Doch auch er stand einmal kurz davor seiner Familie den Rücken zu kehren, das Beständige und Sichere aufzugeben und sich in ein Leben zu stürzen, welches der Lebendigkeit näher kam und an welches er schon längst aufgehört hatte zu glauben und dass nur wegen einer anderen Frau. Denn ja, er hatte sie geliebt.</p>
<p>Auch wenn das Buch so abrupt und offen endet, wie man in diese Geschichte hineingeworfen wird und man es daher nicht als vollendete Geschichte ansehen kann&#8230; vielmehr als einen Teil einer Geschichte&#8230; so hatte es dennoch einen gewissen Zauber auf mich. Ich habe gelacht und ich hatte Tränen in den Augen und ich hatte das Gefühl ein stiller Zuhörer dieses Abends zwischen den Beiden zu sein. Ich hing an den Zeilen und den Worten, wie auch Chloé an den Lippen ihres Erzählers hing und lauschte heimlich einer Geschichte, welche sicherlich nicht einzigartig auf der Welt ist und wie sie immer wieder passieren würde, aber genau das ist es doch was unser Interesse erweckt. Die Geschichten anderer, seien sie auch noch so banal, immer mit einem gewissen philosophischen Beigeschmack. Diese Geschichten sind nicht wegweisend und helfen einem auch nicht aus den verzwickten Situationen, welche das eigene Leben schreibt, aber sie können etwas, was nicht alltäglich ist. Sie spenden Trost.</p>
<p>Dieses Buch liest sich wie ein von Hand geschriebener Brief und jede Seite klingt wie ein Gedicht. Es war genau die Art von Unterhaltung die ich gesucht habe und die Anna Gavalda wie kaum ein anderer Mensch versteht mir zu bieten. So findet sie nicht nur einen besonderen Platz in meinem Bücherregal, sondern räumt sich sogar einen Platz in meinem Herzen ein und wenn ich auf die vergangene Nacht zurückschaue und wehmütig auf das zugeschlagene Buch blicke, dann weis ich was ich in diesen drei Stunden Unterhaltung fühlte und tat. Ich habe sie geliebt&#8230;</p>
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