All I want for Christmas is… 300!

Ich glaube heute ist Montag oder so. Auf jedenfall der zweiundzwanzigste Dezember und damit nur noch zwei Tage vom heiligen Abend entfernt, welcher im Umgang auch als Weihnachten bekannt ist. Der vierte Advend liegt hinter uns und seine Kerzen werden von grademal soviel Wachs geformt das der Docht nur kurz erleuchtet um dann in die ewigen Jagdgründe zu gehen. Die Advendzeit ist kommplett an mir vorbei gezogen und die Wochenenden ebenfalls. Daher habe ich auch große Probleme mit dem Erfassen eines Datum oder dem aktuellen Tag. Letzte Woche Montag habe ich einem Kunden voller Elan und mit voller Überzeugung ein schönes Wochenende  gewünscht und das in einer Lautstärke das es kaum jemand überhören konnte. Ach die Leute sind so leicht zu belustigen. Aber ehrlich, wie machen das bitte die Leute, welche jeden Tag zu hause sind? Zeitgefühl? Das muss doch völlig verloren gehen.

Ich habe sämtliche Geschenke zusammen und freue mich sehr auf die kommenden freien Tage, der erste und zweite Weihnachtstag. In Weihnachtsstimmung bin ich nicht. Die kommt bei mir erst zum Abend am vierundzwanzigsten und selbst dort ist es nie das was man sich vorstellt. Als ich letzte Woche meinen Drang zum backen nachgegangen bin, habe ich es mit der Vorraussicht getan, das es vor Weihnachten das letzte mal war und ganz nebenbei bemerkt wäre es auch neben meinen misslungenen Riesenkeksen das einzige mal geblieben. Doch die Beliebtheit meiner Kakse hat zu einem rapieden Abnehmen des Bestandes beigetragen und ich wollte doch so gerne welche mit zu meinen Eltern nehmen, am heilig Abend wohlbemerkt. Apropos abnehmen, ich habe das Gefühl das ich immer dünner werde… oh je… das ist nicht gut, aber auch egal, denn ich fühle mich wohl im Moment… glaube ich. Als ich gestern Morgen aufgestanden bin, freute ich mich riesig auf das Bettchen am Abend, denn der Gedanke daran hilft ungemein beim Aufstehen. Bis dahin war es aber noch ein langer Weg. Neun Stunden arbeiten und dann ab nach hause um noch mal Kekse zu machen, einen Haufen Kekse! Ich kam neunzehn Uhr zu hause an und rührte gleich erst mal den Teig an, damit dieser in den Kühlschrank kommt. Schnell eine Maschine mit Wäsche angesetzt und danach mich selber der Kultivierung des eigenen Körpers gewidmet. Beim Duschen habe ich kurz an mir runter geguckt und habe festgestellt, dass ich ein Junge bin und keinen Bauch besitze, der mir den Blick auf meine Füße verweigert. Als das kommplette Hygieneprogramm durchgezogen war, habe ich mich noch der Fertigstellung meiner Weihnachtsgeschenke gewidmet und dann habe ich angefangen den Ofen zu bestücken. Ich habe Wäsche abgenommen und Wäsche aufgehangen und zwischendurch ein Blech Kekse geschoben und hin und wieder den Geschenken etwas aufmerksamkeit zugetan. Dreiundzwanzig Uhr war es dann so weit. Die Wäsche war fertig, die Geschenke für die Familie waren fertig und ich sank mehr oder weniger erschöpft neben dreihundert fertigen Keksen nieder. Ich benötigte noch etwa eine Stunde um den Dingern den letzten Schliff zu geben, das heißt sie bunt zu machen und mit Schockolade zu überziehen, aber ich war irgendwie glücklich als ich im Bett lag und endlich schlummern konnte. Ich hoffte das die Kekse reichen werden und ich vor Weihnachten nicht mehr damit anfangen müsste und ich hoffte das der Wecker Gnade walten lässt und mir die Zeit bis sechs Uhr morgens wie eine Kostbare Ewigkeit vorkommen lässt.

Um ein wenig in Weihnachtsstimmung zu kommen werde ich morgen früh auf dem Weg zur Arbeit mein Lieblingsweihnachtslied in die Endlosschleife stellen und bis zum Erbrechen und bis zur Heiserkeit mitsingen! Oh ja das tu ich, das wird toll toll toll! http://www.youtube.com/watch?v=4UT-NzHAUtk&feature=PlayList&p=BC3EFC29F4E561DE&playnext=1&index=17

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